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Dienstag, 18. Juni 2013

Der Wind bringt den Tod

Titel: Der Wind bringt den Tod
Originaltitel: Der Wind bringt den Tod
Autor: Ole Kristianden
Erscheinungsdautum: 01. Juni 2012
Verlag: dtv
Preis: 9,95 €
ISBN: 978-3423213769


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Klappentext

Jule Schwarz ist selbstbewusst, erfolgreich und schön. Hinter ihrem makellosen Äußeren verbirgt sich aber ein tiefes Schuldgefühl, das die junge Frau schon lange in kein Auto mehr steigen lässt. Ausgerechnet sie soll nun ein Windparkprojekt in einem abgelegenen Dorf umsetzen. Am liebsten würde Jule alles hinschmeißen, doch dieser Auftrag bedeutet neben den täglichen Autofahrten aufs Land auch einen großen Sprung auf der Karriereleiter. Jule setzt sich hinters Steuer. Vor Ort sieht sie sich plötzlich mit ganz anderen Problemen konfrontiert. Eine Frauenleiche wird im nahe gelegenen Wald gefunden. Die Tote sieht Jule zum Verwechseln ähnlich. ((c) Amazon.de)





Über den Autor
Ole Kristiansen wurde Mitte der Siebzigerjahre in Hamburg geboren und wuchs im norddeutschen Flachland auf. Er studierte Medienkultur, Amerikanistik sowie Anglistik und lebt heute nach Aufenthalten in London und Süddeutschland wieder in der Elbmetropole. Er promoviert über die literarischen Mechanismen von Thrill, Grusel und Mystery. Kristiansen arbeitet als freier Übersetzer und Schreibcoach.





Inhalt
In dem kleinen Dörfchen Odisworth soll Deutschlands größter Windpark gebaut werden. Doch dieser findet in der Gemeinde mehr Gegner wie Befürworter, und genau diese Gegner gilt es umzustimmen. Hier kommt Jule Schwarz ins Spiel: Nachdem ihr Kollege Andreas Bertram von dem Projekt abgezogen wurde, ist es nun an Jule die „Bauern“ zu überzeugen – kein leichtes unterfangen.
Am Tag Ihrer Anreise läuft jedoch alles aus der Bahn, als auf dem Grundstück des alten Schweinebauern Fehrs eine grausam verstümmelte Frauenleiche gefunden wird. Zu allem Überfluss sieht diese Frau Jule sehr ähnlich. Sollte es die Tat eines Serienmörders sein, schwebt Jule in höchster Gefahr, aber ihr Windparkprojekt will sie nicht aufgeben. Wird sie diese Entscheidung am Ende mit dem Leben bezahlen?




Schreibstil

Ole Kristiansen hat einen sehr flüssigen Schreibstil und lässt selbst langweilige Passagen aufleben. Allerdings neigt er dazu sehr ausschweifend zu erzählen, sodass seine Ausführungen viel mehr auf den Windpark bezogen sind als auf die Mordfälle.
Die Charakterwechsel sind sehr gut gewählt und stören überhaupt nicht, sie lockern die Geschichte eher etwas auf.




Persönliche Meinung

Puh, sich über dieses Buch eine Meinung zu bilden ist etwas schwierig. Zum einen war es wirklich interessant geschrieben, zumal wenn man selber einen Windpark vor der Haustür hat und die Querstellungen der Bevölkerung kennt, aber zum anderen hatte es für mich nicht viel von einem Thriller. Mir kam es eher so vor, als sei Kristiansen ein totaler Windparkfan und er wolle lieber über die Errichtung eines solchen schreiben, als über blutige Mordfälle und Serienmörder.
Mir ist es oftmals schwer gefallen dieses Buch nicht wegzulegen, da es mich absolut nicht gefesselt hat. Auf den letzten 30 Seiten wurde es halbwegs spannend, aber nicht so, dass man hätte mitfiebern müssen.
Anhand des Klappentextes hatte ich mir wirklich mehr erhofft, zumindest was den Spannungsverlauf angeht, denn diese Idee hatte wirklich Potenzial, was leider nicht genutzt worden ist.
Meiner Meinung nach wird, wie bereits erwähnt, viel zu sehr auf den Windpark und Jules panische Angst vor dem Autofahren, welche sie seit dem tragischen Unfall mit einer Fahrradfahrerin plagt, eingegangen.
Zu wenig wird mit der Psyche des Mörders „gespielt“ und allgemein ist der Mordfaktor auch sehr gering.




Empfehlung & Bewertung

“Der Wind bringt den Tod“ ist etwas für Leser, die sich selber schon mit dem „Problem“ Windpark auseinander setzen mussten oder die einfach Interesse dran haben. Auch würde ich das Buch Lesern empfehlen, die zwar eine Geschichte mit Mord lesen wollen, die aber nicht zu blutig und gewalttätig sein darf.
Einen wirklichen Thriller findet man in diesem Buch leider nicht.

Da es auf den letzten Seiten doch noch einen kleinen „Showdown“ gegeben hat und es nicht schlecht geschrieben ist, bekommt das Buch von mir gut gemeinte 3 von 5 Sternen. 




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