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Sonntag, 9. Juni 2013

Gut gegen Nordwind

Titel: Gut gegen Nordwind
Originaltitel: Gut gegen Nordwind
Autor: Daniel Glattauer
Erscheinungsdautum: Juli 2008
Verlag: Goldmann
Preis: 7,95 €
ISBN: 978-3442465866


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Klappentext

Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja? ((c) Goldmann)




Über den Autor
Daniel Glattauer wuchs im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten auf und besuchte die Neulandschule am Laaer Berg. 1978 maturierte er und studierte ab 1979 Pädagogik und Kunstgeschichte. Nach Abschluss seines Studiums im Jahr 1985 schrieb er zunächst rund drei Jahre lang für Die Presse und wechselte danach zu der neu gegründeten Tageszeitung Der Standard, wo er seit 1989 unter dem Kürzel „dag“ für Kolumnen, Gerichtsreportagen und Feuilletons zuständig ist.
Bekannt wurde Glattauer vor allem durch seine Kolumnen, die im so genannten Einserkastl auf dem Titelblatt des Standard abwechselnd mit jenen von „rau“ (Hans Rauscher) erschienen und in denen er sich humorvoll des Alltäglichen annahm. Die Standard-Redaktion, der er über 20 Jahre angehörte, verließ er beim Erscheinen seines Romans Alle sieben Wellen. Sammlungen seiner besten Kolumnen sind in Buchform unter den Namen Die Ameisenzählung, Die Vögel brüllen und Schauma mal erschienen.
Sein Roman Der Weihnachtshund wurde 2004 von Michael Keusch für das Fernsehen verfilmt.
Sein 2006 veröffentlichter Roman Gut gegen Nordwind wurde im selben Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert. Das Buch handelt als moderne Form des Briefromans von einer durch Zufall entstandenen E-Mail-Korrespondenz zwischen einem alleinstehenden Mann und einer verheirateten Frau. Die Bühnenfassung wurde am 19. September 2007 im Linzer Posthof uraufgeführt. 2009 erschien die Fortsetzung Alle sieben Wellen.




Cover & Gestaltung
Das Cover zeigt einen noch recht jungen Menschen, der sichtlich verzweifelt auf seinem Bett sitzt und allem Anschein nach nachdenkt. Wirklich passend gestaltet finde ich es daher nicht, da es absolut nichts von der Geschichte widerspiegelt.




Inhalt
Emmi will eigentlich nur ihr Abo einer Zeitschrift kündigen, doch durch einen Tippfehler landet sie nicht bei dem Verlag, sondern bei Leo Leike. Und eben durch diesen ganz besonderen Tippfehler entsteht zwischen den beiden so etwas wie eine innige Brieffreundschaft, nur in der Form von E-Mails. Beide haben ihren ganz eigenen Charme und ihre Macken, welche sie wirklich liebenswert machen. Die freundschaftlichen Gefühle zueinander werden immer tiefer, aber wo soll so etwas hinführen? Emmi ist eine verheiratete Frau mit Familie und Leo ein Mann mit einer gesunden Portion Vernunft…
Emmi und Leo erleben eine Achterbahn der Gefühle mit ungewissem Ausgang…




Schreibstil

Daniel Glattauer ist es sehr gut gelungen für beide Charaktere einen ganz eigenen Schreibstil zu entwickeln und diesen auch über das ganze Buch hinweg beizubehalten.
Die Mail-Form lockert das ganze Buch ziemlich auf und macht es leicht zu lesen. Einzig und allein auf die Zeitangabe zwischen den Emails (10 Sekunden später usw.) hätte man achten können, denn in 10 Sekunden liest niemand und antwortet gleichzeitig.




Persönliche Meinung

„Gut gegen Nordwind“ ist mir in der Folge eines „Lieblingsbuch-Leseevents“ empfohlen worden und klang für mich erst einmal am besten, sodass ich nicht lange warten konnte und dieses Buch lesen musste(!).
Ich will nicht behaupten ich wäre jetzt maßlos enttäuscht, aber ich muss gestehen, dass ich mir mehr darunter vorgestellt habe. Allerdings bin ich auch von „Für immer vielleicht“ von Cecelia Ahern vorbelastet, welches ja eine ganz ähnliche Form hat, aber viel tiefgründiger ist.
Alles in allem ist das Buch nicht schlecht, aber bei meinen absoluten Lieblingsbüchern wird es sich nicht einreihen können.
Wer weiß, vielleicht reißt es ja der zweite Teil („Alle sieben Wellen“) heraus.




Empfehlung & Bewertung

„Gut gegen Nordwind“ ist eher leichte Kost und sehr gut für zwischendurch. Es hat Witz, Charme und eine gesunde Portion Ernsthaftigkeit, die diese Geschichte auszeichnet. Nun, empfehlen würde ich das Buch jemandem, der auf der Suche nach eben einer solch leichten Kost ist, die sich gut weglesen lässt und mal, durch die Form, wirklich etwas anderes ist.

Da ich mir wirklich mehr versprochen habe und noch immer auf den zweiten Teil hoffe, bekommt dieses Buch nur 3 von 5 Sternen.


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