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Dienstag, 2. Juli 2013

Ein Hummer macht noch keinen Sommer

Titel: Ein Hummer macht noch keinen Sommer
Originaltitel: Ein Hummer macht noch keinen Sommer
Autor: Tanja Wekwerth
Erscheinungsdautum: 17. Juni 2013
Verlag: Goldmann
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3442478125


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Klappentext

Einsame Herzen, heimliche Hauptstadthelden und ein Hummer namens „Howard“

Natalie Schilling ist knapp über vierzig, Moderatorin einer Büchersendung, Kochkolumnistin, Single – und in der Sinnkrise. Jetzt kann nur noch der Psychiater helfen. Doch wie es das Schicksal will, verliebt sich die Unglückliche prompt in ihren schwulen Therapeuten Theodor. Und der gehört eigentlich selbst auf die Couch: Seine Patienten nerven ihn, und sein Lebensgefährte – ein Maler in der „Hummerphase“ – will die Trennung. Verständlich, dass es ihm schwerfällt, sich auf die Sorgen anderer zu konzentrieren. Macht nichts, denn schließlich hat Natalie die Erkenntnis: Jeder ist seines Glückes Schmied. Und das Glück wiederum kommt in den seltsamsten Formen. Manchmal auch in der eines Apothekers oder eines kleinen Mopses.




Über den Autor

Tanja Wekwerth wollte eigentlich schon immer schreiben. Ihr Lebensweg führte sie aber zunächst nach Paris, wo sie mehrere Jahre lebte und als Model und Übersetzerin arbeitete. Zurück in Berlin flog sie als Stewardess für Lufthansa - ein Beruf, der sie zu ihrem ersten Roman inspirierte – und schrieb 12 Jahre lang ihre Kolumne "Tanjas Welt" für die Zeitschrift Laura.




Cover & Gestaltung

Das Cover an sich finde ich sehr gelungen. Der rosa Einband zeichnet es schonmal als ein Frauenbuch aus, die weiße Skyline Berlins mit Hummer rundet das ganze noch etwas ab. Und dann links unten in der Ecke der Mops, richtig süß.




Meine Meinung

„Ein Hummer macht noch keinen Sommer“ ist für mich, von der Aufmachung und vom Inhalt her ein typischer Sommerschmöker für die Frau. Es geht ordentlich hoch und runter und am Ende sind alle froh.

Natalie ist eine Bodenständige Mittvierzigerin, die sich mit Kolumnen und der Moderation einer Büchersendung über Wasser hält. Aufgrund eines Ereignisses in ihrer Kindheit sieht sie sich aber gezwungen zu einem Therapeuten zu gehen. Nach ein paar Sitzungen und einem zufälligen Aufeinandertreffen außerhalb der Praxis verliebt sie sich prompt in Theodor. Was sie allerdings nicht weiß – Theodor ist schwul und in einer mehr oder weniger festen Beziehung. Eigentlich ist er mit David zusammen und das bereits seit 25 Jahren. Doch zur Zeit kriselt es etwas in der Beziehung, denn David ist freischaffender Künstler und hält herzlich wenig von einem Bodenständigen Leben.
Zwischen all dem hin und her tritt Herta auf den Plan – Theodors Mutter. Eine 80-jährige Frau, die es faustdick hinter den Ohren hat und für so manches Schmunzeln sorgt.

Anfangs kam ich mit Natalie nicht wirklich zurecht und es gab vieles, was mich an ihr gestört hat, doch im Laufe der Geschichte hat sie immer mehr von diesen Dingen aus der Welt geschafft. Theodor hingegen war für mich immer der gute Kerl, der mitten in einer Lebenskrise steckt und mit sich und der Welt unzufrieden ist. Seinen Lebensgefährten David mochte ich bis zum Schluss nicht wirklich, aber er hat gut in die Geschichte gepasst. Mein absoluter Liebling war Herta. Dieses alte Ömchen ist einfach nur genial. Ihre Sprüche und Weisheiten halten so manchen Schmunzler bereit und man muss sie einfach mögen.

Der Verlauf der Geschichte ist recht flüssig, auch wenn mir persönlich manche Sachen zu schnell gingen, z.B. das Verlieben von Natalie.
Tanja Wekwerths Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, vor allem da sie eine Situation gleichzeitig aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet hat, statt sie in drei Abschnitten immer wieder zu wiederholen, nur aus einem anderen Blickwinkel.

Da die Charaktere stellenweise ziemlich nervig und manche Dinge zu schnell waren, ziehe ich hier einen Stern ab. Auch hat mich der Verlauf der Geschichte etwas gestört. Es waren zwar einige Lacher dabei, aber so richtig mitgerissen und in die Tiefe gegangen ist die Story nicht. Man hätte vieles noch ausbauen können, daher bekommt der Hummer von mir nur 3 von 5 Sternen. 



Bewertung


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