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Mittwoch, 4. September 2013

"In einem Boot" von Charlotte Rogan [Rezension]



Preis: 18,95 €
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 336
Erscheinungsdatum: 16.09.2013
Reihe: -
Verlag: Spript5
ISBN-10: 3839001501
EAN: 978-3839001501

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Klappentext


Damit die einen überleben, müssen die anderen sterben.
Grace ist frisch verheiratet mit Henry Winter, einem jungen Mann aus reichem Hause, als sie sich am Vorabend des ersten Weltkriegs auf der Zarin Alexandra einschifft. Doch nach einer mysteriösen Explosion sinkt der Ozeandampfer, und Henry erkauft seiner Frau einen Platz in einem Rettungsboot.
Den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert, treibt das überladene Boot wochenlang auf offener See. In einer Atmosphäre aus Misstrauen und unterdrückter Aggression stellen sich existentielle Fragen.
Sollen die Stärkeren sich opfern, damit die Schwächeren überleben können? Oder besser umgekehrt? Wer darf das entscheiden? Und sitzt Grace überhaupt zu Recht in diesem Boot?
Grace überlebt die Katastrophe, findet sich aber Wochen später vor einem Gericht in New York wieder. Die Anklage lautet auf Mord. (© Amazon.de)




Über den Autor

Charlotte Rogan arbeitete als Architektin, ehe sie anfing zu schreiben. Viele Sommerurlaube im Kreis einer Familie voller passionierter Segler inspirierten sie zu "In einem Boot", ihrem ersten Roman. Nachdem sie mit ihrer Familie lange Zeit in Dallas gelebt hat, zog es sie wieder ans Meer. Heute wohnt sie mit ihrem Mann in Westport, Connecticut.
Die amerikanische Originalausgabe von "In einem Boot" erreichte auf Anhieb die New York Times Bestsellerliste. (© script5.de)


Eigene Meinung

"In einem Boot" wird aus einer ziemlich ungewöhnlichen Perspektive heraus erzählt, Grace ist eine der Insassin des Rettungsbootes und erzählt uns ihre Geschichte als eine Art Erinnerung. Ein wenig erinnert mich das ganze an den Film "Titanic", in dem Rose von ihren Erlebnissen auf der Titanic erzählt. 
Die Art die Geschichte zu erzählen wurde von der Autorin wirklich gut umgesetzt und die Szenen sehr anschaulich gestaltet. Man sieht das Geschehen quasi vor sich und leidet mit den einzelnen Personen bzw. hegt man gegen einige eine gewisse Abneigung. Allerdings bleiben Grace ihre Emotionen ziemlich auf der Strecke und sie wirkt stellenweise eher wie jemand der nicht in der Lage ist Gefühle zuzulassen. 
Einige Szenen wirken etwas sehr weit hergeholt, andererseits fragt man sich aber auch immer wieder wie man selber in einer solchen Situation handeln würde: Würde man im Boot auf Rettung oder gegebenenfalls auf den Tod warten, oder würde man lieber freiwillig über Bord gehen und dem ganzen ein Ende bereiten? 
Was mich allerdings etwas stutzig macht ist, dass das Buch in einem Verlag für Jugendbücher erschienen ist, allerdings hat es für mich nichts jugendhaftes an sich. Den ein oder anderen wird es an "Herr der Fliegen" erinnern, allerdings sehe ich da kaum Parallelen.

 

Fazit

Die Idee die diesem Buch zugrunde liegt ist richtig gut durchdacht und auch gut umgesetzt worden, allerdings ist es kein Buch das ich unbedingt nochmal lesen würde. Auf der einen Seite fesselt es zwar weil man doch wissen will wie es weitergeht, auf der anderen Seite wünscht man sich aber doch immer wieder, dass sie endlich gerettet werden und das ganze ein Ende hat. 




Empfehlung

Empfehlen würde ich dieses Buch Lesern, die eine ernsthafte Geschichte suchen und gleichzeitig etwas lesen wollen das die eigene Einstellung in Frage stellt.



Bewertung

3,5 von 5 Sternen











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