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Sonntag, 15. September 2013

"Phobia" von Wulf Dorn [Rezension]



Preis: 19,99 €
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsdatum: 09.09.2013
Reihe: -
Verlag: Heyne Verlag
ISBN-10: 3453267338
EAN: 978-3453267338

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Klappentext


Angst hat ein Zuhause

Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.

Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur …(© Amazon.de)




Über den Autor

Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten sind in Anthologien und Zeitschriften erschienen und wurden mehrfach ausgezeichnet. Die Faszination für das Unheimliche und Geheimnisvolle führte ihn zunächst in das Horror-Genre, ehe er die Spannbreite des Thrillers für sich entdeckte.

Über mehrere Jahre gehörte er zu den Stammautoren der "Pandaimonion”-Reihe des Wurdack-Verlags, die 2004 für den Deutschen Phantastik-Preis nominiert wurde.

Im Januar 2005 nahm er zusammen mit vierzehn weiteren Autoren an einem literarischen Rekordversuch an der Bundesakademie für kulturelle Bildung teil: Unter der Moderation von Andreas Eschbach und Klaus N. Frick entwickelten und schrieben die fünfzehn Teilnehmer innerhalb nur eines Wochenendes die 300 Seiten starke Rohfassung des Science Fiction-Romans Sie hatten 44 Stunden. 2006 erschien der Roman als Studienausgabe im Hausverlag der Bundesakademie.

Neben dem Schreiben unterstützt der ausgebildete Fremdsprachenkorrespondent seit 1994 die Patienten einer psychiatrischen Klinik in der beruflichen Rehabilitation. Diese Begegnungen mit menschlichen Schicksalen und sein Interesse an psychischen Phänomenen spiegeln sich in vielen seiner Geschichten wider.

Mit seiner Frau und einer Glückskatze lebt er in der Nähe von Ulm. (© krimi-couch.de)


Inhalt

 Sarah Bridgewater liegt schlaflos in ihren Bett als sie ein Auto auf den Hof fahren sieht. Zuerst ist sie erstaunt darüber, wer so spät noch zu ihr will, doch als sie die vertrauten Geräusche wie das quietschen der Kofferraumklappe hört, weiß sie, dass ihr Mann Stephen nach Hause gekommen war. Eigentlich sollte er auf Geschäftsreise sein, aber vielleicht war ihm etwas dazwischengekommen. Um ihren Mann zu begrüßen geht sie nach unten, doch der Mann, der dort in der Küche steht ist nicht Stephen! Es ist ein völlig fremder Mann mit einem von Narben zerstörtem Gesicht. Er trägt Stephens Sachen und er redet mit ihr als wäre er ihr Mann. Als ihr Sohn Harvey an der Treppe auftaucht bleibt Sarah nichts anderes übrig als das perverse Spiel des Mannes mitzuspielen, bis sie wieder zu Harvey nach oben geht. Mit einem beherzten Sprung aus dem Fenster gelangt Sarah ins Freie und alarmiert bei Nachbarn die Polizei. Doch als diese eintrifft ist der Mann fort und die Polizisten wollen ihr nicht glauben. Als dann auch noch angeblich Stephen bei der Polizei anruft und sagt es sei alles gut glaubt ihr keiner mehr. Doch sie weiß, dass es nicht Stephen, sondern der Fremde war, der von Stephens Handy aus bei der Polizei angerufen hat. Was hat er mit Stephen gemacht? Und was hat er mit Sarah vor? 

Eigene Meinung

"Phobia" war für mich das erste Buch, das ich von Wulf Dorn gelesen habe und ich bin wirklich beeindruckt. Ich liebe es ja bei solchen Büchern zu spekulieren und leider liegt man viel zu oft richtig (bei anderen Autoren), sodass man den Charakteren am liebsten sagen möchte: "Schau genau hin, dann siehst du es, Mensch!". Nicht so bei "Phobia", hier hat es Wulf Dorn immer wieder aufs Neue geschafft mich in die Irre zu führen. So war mein "Hauptverdächtiger" auf einmal der Gute usw.. Bis zum Schluss konnte ich mir auf viele Dinge, die später so logisch erschienen, keinen Reim machen. 
"Phobia" ist kein blutiger Thriller, sondern bewegt sich fast konstant auf der psychologischen Ebene, was aber die Wirkung keinesfalls beeinflusst, eher verstärkt sie sie noch. Eben durch dieses psychologischen Aspekt bleibt die Spannung bis zum Schluss bestehen und lässt kaum nach. Wulf Dorn schafft es auf geniale Art und Weise mit der Urangst des Menschen zu spielen und ich muss zugeben, er hat dafür gesorgt, dass ich meine Wohnungstür nachts wieder abschließe, statt sie einfach nur zuzudrücken. 
Außerdem hat mich an diesem Thriller fasziniert, wie geschickt es Dorn anstellt wahre Begebenheiten in die Geschichte mit einfließen zu lassen, ohne dass es dem Leser vielleicht sofort bewusst ist. 
Das Cover ist sehr ansprechend und gut gewählt. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber dieser Puppenkopf und seine Geschichte haben eine große Bedeutung in diesem Spiel, das der Fremde mit Sarah führt.

 

Fazit

Das neue Buch von Wulf Dorn war für mich, wie schon erwähnt, eine Premiere und ich kann euch versprechen, dass es sicher nicht das letzte Buch von ihm gewesen sein wird, das den Weg in mein Regal gefunden hat. 
Ich hoffe, dass die anderen Bücher von ihm genauso "verwirrend" sind wie dieses. Sollte dies der Fall sein, dann rückt er für mich ganz nah an Sebastian Fitzek heran, der es bis jetzt noch in jedem Buch geschafft hat mich hinters Licht zu führen. 


Empfehlung

Ich würde dieses Buch ganz klar jedem Thriller-Fan empfehlen, dem es nicht um blutige Details, sondern um eine spannende Story geht. Lesern von Sebastian Fitzek und Marc Raabe wird es mit Sicherheit genauso gut gefallen wie mir.



Bewertung

5 von 5 Sternen








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