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Freitag, 11. Oktober 2013

Rudis Geschichte - Teil eins


Hallo meine lieben Menschenfreunde,

hier ist mal wieder euer Rudi. Keine Sorge, ich habe Anja gestern wieder entfesselt und sie ist wohlauf. Wie ich es versprochen hatte werde ich euch meine Geschichte erzählen und genau damit möchte ich heute anfangen:

Der Aufbruch


Wie ich euch versprochen habe möchte ich euch ab heute von meinen Reisen erzählen. Ihr wisst ja schon, dass ich bei meinem Aufbruch auf das erste Schiff gegangen bin, dass vor Anker lag, ohne sein Ziel zu kennen. Auch als wir abgelegt hatten fand ich es nicht heraus. Daher blieb mir nichts anderes übrig als mich überraschen zu lassen.
Nachdem ich in Mitten der Ladung ein gemütliches Plätzchen zwischen Leinensäcken gefunden hatte, begab ich mich daran das Schiff zu erkunden. Anfangs versteckte ich mich noch vor den Menschen, aber schon bald merkte ich, dass sie sich nicht um mich scherten. 
Auf dem Deck spürte ich die salzige Meeresluft meine Barthaare umspielen. Die See schien ruhig zu sein, denn der Himmel war klar und das Schiff glitt ruhig voran. Am Bug des Schiffes sah ich ein Seil, das dort an der Reling festgemacht war und bis zum Boden reichte. Kurzerhand lief ich hinüber und kletterte an dem Seil hoch. Was ich sah als ich die Reling erklommen hatte war einfach Atemberaubend. Die Sonne glitzerte auf dem Wasser und lies es aussehen als würden Millionen Diamanten darin schwimmen.  Es war einfach wunderbar. Hinter mir hörte ich eine menschliche Stimme. „Schaut mal die Ratte da!“, hörte ich einen Matrosen lachen und die anderen lachten mit ihm. „Ganz schön mutig die Kleine.“, sagte ein anderer, dann waren sie verschwunden.
Eine ganze Weile saß ich noch auf der Reling, ehe ich mich wieder unter Deck begab und eine Weile schlief.
Am Abend wurde ich durch ein heftiges Schaukeln geweckt. „Nanu?“, dachte ich und huschte nach oben. Dort war alles nass und über den nachtschwarzen Himmel zuckten helle Blitze.  Da ich neugierig war und mit das Naturschauspiel auf hoher See nicht entgehen lassen wollte, lief ich wieder zu dem Seil undkletterte hinauf. Mit offenem Mund sah ich auf das wilde, scheinbar unbändige Meer, welches wütend toste.
Ich hätte es vielleicht ahnen müssen, aber ich war zu fasziniert, als eine Welle am Bug brach, direkt vor mir und schäumend nach oben schoss. Entsetzt sah ich das Wellenungetüm an und konnte mich nicht rühren. Sekundenbruchteile später spürte ich das kalte Nass auf meinem Fell und erwachte aus meiner Starre, aber da war es bereits zu spät. Unbarmherzig zog die Welle an mit und nahm mich mit sich hinein in das wütende Meer. „Das war dann wohl meine Geschichte. Viel zu schnell vorbei und gar nicht so schön wie in den Büchern.“, ging es mit durch den Kopf, doch dann raubte mir der Schmerz tausender Nadelstiche  die Gedanken.  Ich wurde unter Wasser gedrückt und bekam keine Luft mehr. Panisch versuchte ich an die Oberfläche zu kommen, aber es gelang mit nicht. Als ich das realisierte entspannte ich mich und dann wurde alles schwarz um mich herum….

Fortsetzung folgt... 


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