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Sonntag, 19. Oktober 2014

"Die Wedernoch" von Stefan Bachmann [Rezension]



Preis: 16,90 €
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 416
Erscheinungsdatum: 24.09.2014
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3257069068

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Klappentext

Die Gerüchte verbreiten sich wie ein Lauffeuer durch das Wüstenreich Nabija: Ein Drache soll Karawansereien und Dörfer niederbrennen! Dabei glaubt kaum noch jemand an die Existenz dieser Wesen. Dem Märchenerzähler Anûr bescheren die Gerüchte ein großes Publikum. Aber auch er hält die alten Geschichten über feuerspeiende Ungeheuer nur für Märchen. Bis er auf Drachenjagd geschickt wird – und in der Tiefen Wüste auf ein uraltes Wesen trifft, so schwarz wie die Nacht selbst ...


(http://diogenes.ch/)

Über den Autor 

Stefan Bachmann, geboren 1993 in Boulder/Colorado, lebt in Zürich, wo er seit seinem 11. Lebensjahr das Konservatorium besucht (und dort inzwischen die Fächer Orgel und Komposition studiert), ansonsten aber von seiner Mutter bis zum Highschool-Abschluss zu Hause unterrichtet wurde. Er will Filmkomponist werden. Mit 16 schrieb er, inspiriert von seiner Liebe zu Steampunk, Charles Dickens und C.S. Lewis’ ›Chroniken von Narnia‹, sein Debüt, ›Die Seltsamen‹ – ein Riesenerfolg in den USA und nun auch in Deutschland.
(© http://www.diogenes.de/)(Foto: © Gerry Nitsch)
 


Inhalt
Bartholomews Schwester Hettie - halb Fee, halb Mensch, wurde in die Feenwelt entführt und nur ein einäugiger Straßenjunge kann sie sehen. Wird Hettie überleben und wird Bartholomew sie retten können?
(Hier ist es sehr schwer nicht zu viel zu verraten ;-))
 

Eigene Meinung
Mit "Die Wedernoch" knüpft Stefan Bachmann lückenlos an "Die Seltsamen" an. Schon nach den ersten Seiten ist man als Leser wieder in der Geschichte und möchte so schnell nicht mehr daraus auftauchen. Der Verlauf ist auch wie im ersten Teil spannend und voller überraschender Wendungen.
Die Charaktere sind in diesem teil noch liebevoller gestaltet als im ersten Band, vor allem Hettie. Aufmerksamen Lesern wird eine gewisse Ähnlichkeit zu "Alice im Wunderland" sicherlich nicht entgehen, doch durch die vielen phantasievollen Elemente stört dies nicht im geringsten den Lesefluss. Die Welt von "Die Wedernoch" ist wieder einmal überraschend anders und doch so bekannt. Das damalige London vermischt mit Fantasy ergibt eine tolle Mischung. Faszinierend ist, dass vieles nicht so ist, wie es normalerweise immer ist. So sind die Feen beispielsweise nicht diese kleinen zarten Dinger die nur gutes wollen, sondern teilweise richtig hinterhältige Biester (Pflasterfee z.B.).
Stefan Bachmann beschreibt seine Welt auf seine Weise und verzichtet gänzlich auf das übliche "schöngemale".
Durch das dunkelblaue Cover ist "Die Wedernoch" noch unscheinbarer als sein Vorgänger, was ich persönlich sehr schade finde. Mit einem auffälligerem Cover würden Kunden in Buchhandlungen sicher viel öfter danach greifen. So bleibt es aber eher ein Geheimtipp.
 
    
Fazit
Ein gelungener zweiter Teil der dem ersten in nichts nachsteht, sondern ihn eher noch übersteigt. "Die Wedernoch" ist ein tolles Buch über Freundschaft und unerschütterliche Geschwisterliebe die seinesgleichen sucht.
Ich bedauere sehr, dass es keinen weiteren Teil geben wird und hoffe, dass es noch viel von Stefan Bachmann zu lesen geben wird.

Empfehlung
Wer "Die Seltsamen" geliebt hat, der wird "Die Wedernoch" vergöttern. Beide Bücher sind für Steampunktfans und -neulinge sehr zu empfehlen.

Bewertung




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