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Donnerstag, 1. Januar 2015

"Hinter den Spiegeln" von Ulrike Schweikert [Rezension]



Preis: 19,99 €
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 464
Erscheinungsdatum: 10.10.2014
Verlag: MIRA Taschenbuch
ISBN: 978-3-95649-064-4

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Klappentext

Lieben, Lügen und Intrigen: Ulrike Schweikerts opulente Familiensaga im Schatten der untergehenden Donaumonarchie!

Wien 1892. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldenberg ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen?
Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empörung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie abhängen...


(© http://www.mira-taschenbuch.de/)


Über den Autor 
Ulrike Schweikert hat schon viele Länder bereist, doch ihre Lieblingsstadt ist und bleibt immer Wien. Denn wo sonst könnte die 1966 in Schwäbisch-Hall geborene Bestsellerautorin ein historisches Ballkleid tragen und sich im Walzertakt der geheimnisvollen Kaiserzeit wiegen? Auch ihre präzise recherchierten und lebensnahen Romane tauchen tief ein in diese imperiale Pracht der Donaumonarchie und zeigen eine Gesellschaft, die vor dem Abgrund einer glänzenden Epoche steht - und formvollendet tanzt.
(© http://www.mira-taschenbuch.de)(Foto © http://www.mira-taschenbuch.de) 

Inhalt
Nach einem Reitunfall liegt Luise, wie Tochter des Grafen von Waldenberg im Koma. Als sie daraus erwacht kann sie sich an nichts mehr erinnern. Ihr Gedächtnisverlust betrifft nicht nur den Unfall sondern auch alles um sie herum. Durch die Hilfe ihrer Zofe und des Haushofmeisters gelingt es ihr ihre Außenwelt nichts von ihrem Handicap spüren zu lassen. Menschen wie der Zuckerbäcker, welche die schon lange begehrt, nimmt sie nun auf eine ganz andere Art und Weise wahr. Auch im allgemeinen hat sich Luise seit ihrem Unfall sehr gewandelt. War sie doch davor eher oberflächlich und zickig, sieht sie nun die Welt mit ganz anderen Augen.
Schon bald findet Luise heraus dass ihr Reitunfall gar kein richtiger Unfall war…
 

Eigene Meinung
Mit "Hinter den Spiegeln" hat Ulrike Schweickert sogar mich einen seltenen Historik-Leser begeistert. Schon der Klappentext hat mir sehr zugesagt und ich bin nicht enttäuscht worden. Sie schafft es die Welt im alten Wien sehr lebhaft und gekonnt zu präsentieren, sodass man sich als Leser direkt dem Geschehen fühlt. Ihre Schilderungen sind so detailverliebt, dass man z. B. richtig Appetit auf die Törtchen bekommt oder Lust aufs tanzen.
Der Wechsel der Perspektiven ist sehr angenehm und man erhält viele Hintergrundinformationen. Schnell wird jedoch klar will die schwarzen Schafe sind und man möchte am liebsten in die Geschichte eingreifen.
Was nun jedoch Probleme bereitet hat sind die vielen verschiedenen Namen und Titel im Laufe des Buches lernt man die komplette Familie kennen und auch mit jeder Menge von Angestellten bekommt man es zu tun. Lesern, die öfter solche Bücher lesen dürfte das leichter fallen, aber sehr verwirrend ist es schon.
Im Verlauf des Buches bekommt man einen schönen Einblick in das Leben um das Jahr 1892. Das Wien zu dieser Zeit unterscheidet sich deutlich von dem wie wir es heute kennen. Vor allem bestimmte Plätze wieder Prater haben es mir angetan und verstärken meinen Wunsch dieser wundervollen österreichischen Stadt einen Besuch abzustatten.
Die Seiten fliegen in diesem Mix aus gelungener Spannung, Konflikten und Gefühlen nur so dahin. Die Mischung aus all dem lässt mich das Manko mit den vielen Namen vergessen und das Buch einfachen genießen, denn auch ich konnte irgendwann alle nahm auseinander halten.
Die Aufmachung des Buches ist sehr schlicht und doch trägt ist etwas Geheimnisvolles in sich. Im Buchladen sticht es vielleicht nicht sofort ins Auge, aber den zweiten Blick ist auf jeden Fall wert.


 
    
Fazit
Ein gelungenes Buch, welches auch Leser, deren erste Wahl nicht unbedingt ein historischer Roman ist begeistern kann. Die Autorin hat einen sehr lebendigen Erzählstil und versteht es den Leser zu fesseln.

Empfehlung
Für jeden Historik-Fan ein Muss, aber auch Leser wird nicht sehr ausgeprägten Historik-Roman-Sinn kommen auf ihre Kosten, man solle sich einfach mal trauen Neues zu entdecken.

Bewertung  



Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Twitter_Icon_by_orionsreverie

1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Tag,

    sehr schön gleich am Anfang des Jahres ein Tipp für ein historischer Buch.

    Danke dafür und es kommt gleich auf die WuLi.

    LG..Karin..

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