Sie sind ein Verlag oder Autor und suchen einen Rezensenten für Ihre Werke? Ich freue mich über jede Anfrage. Meine Kontaktdaten finden Sie im Impressum.



Freitag, 20. Februar 2015

"Abgeschnitten" von Sebastian Fitzek & Michael Tsokos [Rezension]




Preis: 9,99 €
Preis E-Book: 9,99 €
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 400
Erscheinungsdatum: 01.10.2013
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3426510919

Zur Leseprobe
Jetzt als Taschenbuch kaufen
Jetzt als E-Book kaufen






Klappentext

Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert.
Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …


(© http://www.droemer-knaur.de/)


Über den Autor 
 Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin. 


Michael Tsokos, geboren 1967 in Kiel, ist Professor für Rechtsmedizin an der Berliner Charité. Er leitet das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin.
Er ist der bekannteste deutsche Rechtsmediziner und regelmäßig als Experte im In- und Ausland tätig, beispielsweise für die UN zur Identifizierung ziviler Opfer in Kriegsgebieten.
Seine spektakulären Fallsammlungen "Dem Tod auf der Spur" und "Der Totenleser" wurden 2009 und 2010 zu Bestsellern und hielten sich monatelang auf der Spiegel-Online-Bestsellerliste.
Seit Juli 2012 moderiert Michael Tsokos ein wöchentliches Forensik-TV-Format auf dem National Geographic Channel ("Suche nach Mr. X - Das Forensik-Experiment").
Im September 2012 erschien der gemeinsam mit Sebastian Fitzek verfasste Thriller "Abgeschnitten", der sich 23 Wochen in der SPIEGEL Bestsellerliste unter den Top 20 Titeln hielt und einer DER Bestseller des deutschen Buchjahres 2012 war.
Anfang Februar 2013 stand Michael Tsokos gemeinsam mit Jan Josef Liefers für die Verfilmung des Krimis von Elisabeth Herrmann "Die letzte Instanz" vor der Kamera. In der in Berlin spielenden TV-Produktion für das ZDF spielt Tsokos sich selbst
Sein neuestes Sachbuch "Die Klaviatur des Todes" erschien am 1. März 2013.
Michael Tsokos ist bisher der einzige deutsche Autor, dem es gelungen ist, sowohl in der Bestsellerliste Sachbuch als auch in der Bestsellerliste Belletristik platziert gewesen zu sein.

(© http://www.amazon.de/)(Foto © http://www.amazon.de/) 

Inhalt
Bei einer Routinemäßigen Obduktion eines Mordopfers findet Paul Herzfeld eine kleine Kapsel in der sich ein Zettel mit dem Namen seiner Tochter befindet. Kurz darauf wird ihm klar, dass Hannah verschleppt wurde und eine Jagd gegen die Zeit beginnt.
In einer weiteren Leiche hat der psychopathische Täter einen weiteren Hinweis versteckt, doch diese befindet sich auf dem vom Festland abgeschnittenen Helgoland. Der wütende Orkan macht es Herzfeld unmöglich auf die Insel zu kommen. Daher bleibt ihm nichts anderes übrig als mit der Finderin der Leiche eine Fernobduktion vorzunehmen und zu hoffen, dass seine Tochter am Leben bleibt...
 

Eigene Meinung
Wer meinen Blog ein wenig verfolgt hat, der wird wissen, dass ich ein absoluter Fitzek-Fan bin und der wird sich auch denken können wie diese Bewertung ausfallen wird ;-). Wieder einmal ist es dem guten Herrn gelungen ein Meisterstück auf die Beine zu stellen. Die Zusammenarbeit mir Michael Tsokos lässt die ganze Story noch authentischer erscheinen und bei den Sezier-Szenen läuft es einem eiskalt den Rücken hinunter, denn man weiß, dass ein echter Rechtsmediziner mitgewirkt hat und dass die Untersuchung von Leichen genau so abläuft, wie es beschrieben wird.
Eines ist jedoch anders als bei den bisherigen Fitzek-Büchern: Diesmal ist der Täter recht schnell bekannt und man hofft nur noch, dass Herzfeld rechtzeitig kommt. Aber dennoch gibt es viele Rätsel, die dem Leser ordentlich zu denken geben und Wendungen, die so keiner erwartet hätte.
Das Thema ist ein sehr beklemmendes, bei dem es eigentlich eine Schande ist, dass es in unserer Gesellschaft zu finden ist. Kindesmissbrauch geschieht auch in Deutschland leider viel zu häufig und wie die Autoren mit vier echten Zeitungsartikeln darlegen wird er viel zu milde bestraft.
(Zitat S. 5: "Das Landgericht hatte den 61-jährigen Mann, wie berichtet, zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, nachdem er sexuellen Missbrauch seiner Tochter in 282 Fällen gestanden hatte. [...] Das Mädchen war 1992 sieben Jahre alt, als die Taten begannen. Quelle: Der Tagesspiegel vom 16. April 2010

Das Landgericht Hamburg hat einen Börsenbetrüger zu einer Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt. Der Geschäftsmann hatte Millionen von Billigaktien ("Penny Stocks") gekauft, danach deren Kurse durch Falschinformationen in die Höhe getrieben - und dann die Anteile schnell verkauft, bevor deren Preis wieder abstürzte. Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. April 2009)

Der Schreibstil ist wie immer fesselnd und genau in den richtigen Momenten verwirrend, aber das lieben die Leser ja an Fitzeks Büchern.
Das Cover ist mit der Rasierklinge doch recht schlicht gehalten, aber durch die großen Autorennamen fällt es direkt auf. Nur von dem von hinten nach vorne eingeschlagenen Umschlag, der neuerdings bei Droemer Knaur zu finden ist, weiß ich nicht weiß was ich davon halten soll, da es doch beim lesen sehr stört, zumindest wenn man nicht mehr knicken will als es unbedingt notwendig ist.




Fazit
Wieder einmal ein sehr gelungenes Buch von Sebastian Fitzek, welches dieses mal aber durch die Zusammenarbeit mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos noch authentischer wirkt.

Empfehlung
Für Fitzek-Fans wieder einmal ein ganz klares Muss und auch für Leser von spannenden und authentischen Thrillern eine absolute Empfehlung.

Bewertung  




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen