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Sonntag, 10. Mai 2015

"Mr. Mercedes" von Stephen King [Rezension]





Preis: 22,99 €
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 592
Erscheinungsdatum: 8. September 2014
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453269415

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Klappentext

Schneller, gefährlicher, tödlicher – Mr. Mercedes
Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.



(© http://www.randomhouse.de/heyne/)


Über den Autor 
 Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, Carrie, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und zuletzt 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. Sein Hauptwerk erscheint im Heyne-Verlag.
(© http://www.randomhouse.de/heyne/ Foto 
© Shane Leonard )


Inhalt
Augie Odenkirk wartet mit einer Menge anderer Arbeitsloser vor dem Arbeitsamt auf dessen Öffnung, in der Hoffnung einen Job zu ergattern. Doch dazu soll es nicht kommen: Ein verrückter rast mit seinem Mercedes mitten in die wartenden hinein und verursacht ein Blutbad.
Detective Hodges ist in pensionierter Cop und wie viele seiner Kollegen nicht glücklich damit. Er steht alleine im Leben und probt es immer wieder sich dieses zu nehmen. Bis dieser Brief kommt: Der Brief eines Verrückten, der Hodges Lebensgeister wieder weckt, denn nun hat er eine neue Aufgabe: Den Verfasser des Briefes hinter Gitter zu bringen.

 


Eigene Meinung
"Mr. Mercedes" ist mein erster richtiger King gewesen und ich war etwas überrascht. Allerdings weiß ich mittlerweile, dass dies kein "typischer" King ist, was aber keinesfalls schlecht ist. Statt eines Horrors hält man hier eher einen Krimi der alten Schule in den Händen, in denen nicht die Bluttaten, sondern die Charakter im Vordergrund stehen.
Hodges ist ein Ex-Cop, wie man ihn sich vorstellt - ein paar Kilos zu viel, einsam und des Lebens nicht mehr froh. Umso schöner ist es zu erleben wie seine Lebensgeister wieder erweckt werden und seine Wandlung im Laufe des Buches.
Auch sein "Komplize" Jerome ist ein Charakter für sich, den man einfach gernhaben muss.
Die Handlung erstreckt sich über zwei Erzählstränge, einmal aus Hodges Sicht und einmal aus der Sicht des Täters, Brady Hartsfield. So weiß man zu jeder Zeit was auf beiden Seiten passiert, aber dennoch ist es nicht langweilig.
Die Schreibweise von King ist auch für mich als "Neuling" grandios und auch wenn einfach mal nichts spektakuläres passiert, macht es einfach nur Spaß diesen Schreibstil in sich aufzunehmen.
Leider war es für mich als Thriller-Liebhaberin am Ende etwas fad, daher der Punktabzug. Aber nichts desto trotz hat mir das Lesen dieses Buches sehr viel Spaß gemacht und ich werde mit Sicherheit nochmal auf etwas anderes vom Meister des Horror zurückgreifen.

Fazit
Kein King wie ich ihn erwartet habe, aber dennoch absolut lesenswert. Die Charakter und die Schreibweise sind einfach grandios.

Empfehlung
Wer ein typisches Horror-Buch von King sucht, der ist hier falsch. Freunde von Krimis mit wunderbaren Charaktern und einem Hauch Thriller werden hier ihre wahre Freude haben.

Bewertung  


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