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Donnerstag, 11. Juni 2015

"Engelskalt" von Samuel Bjork [Rezension]



Preis: 12,99 €
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 544
Reihe: Band 1 von 3 (in sich abgeschlossen)
Erscheinungsdatum: 20. April 2015
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442482252

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Klappentext

Ein Spaziergänger findet im norwegischen Wald ein totes Mädchen, das mit einem Springseil an einem Baum aufgehängt wurde und ein Schild um den Hals trägt: „Ich reise allein.“ Kommissar Holger Munch beschließt, sich der Hilfe seiner Kollegin Mia Krüger zu versichern, deren Spürsinn unschlagbar ist. Er reist auf die Insel Hitra, um sie abzuholen. Was Munch nicht weiß: Mia hat sich dorthin zurückgezogen, um sich umzubringen. Doch als sie die Bilder des toten Mädchens sieht, entdeckt sie ein Detail, das bisher übersehen wurde – und das darauf schließen lässt, dass es nicht bei dem einen Opfer bleiben wird ...



(© http://www.randomhouse.de/goldmann/)


Über den Autor 
 Hinter dem Pseudonym Samuel Bjørk steht der norwegische Autor, Dramatiker und Singer-Songwriter Frode Sander Øien. Er wurde 1969 geboren, schrieb im Alter von 21 Jahren sein erstes Bühnenstück und veröffentlichte seitdem zwei hochgelobte Romane sowie sechs Musikalben. „Engelskalt“ ist sein erster Thriller. Derzeit lebt und arbeitet er in Oslo.  (© http://www.randomhouse.de/goldmann / Foto:  © Harald Øren )


Inhalt
In Norwegen verschwindet ein sechsjähriges Mädchen spurlos. Wochen später findet ein Spaziergänger die Kleine in einem Wald - aufgehängt an einem Baum. Auf dem Rücken trägt sie eine Schultasche und um den Hals ein Schild mit der Aufschrift "Ich reise allein".
Es gibt Hinweise, dass es nicht bei einem Opfer bleiben wird.
Für Kommissar Munch und seine (depressive) Kollegin Mia beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Bald darauf verschwindet ein weiters Mädchen und der Täter führt die Ermittler an der Nase herum.

 
Eigene Meinung
Aktuell wird die Werbetrommel um "Engelskalt" ganz schön gerührt - zurecht! Dieser Thriller verdient es gelesen zu werden.
Er hat zwar auch einige Schwachstellen, aber es ist kein Thriller aus diesem 0815-Einheitsbrei, der leider immer öfter auftaucht.
Die Story wird aus vielen verschiedenen Sichten und in vielen, stellenweise sehr kurzen, Handlungssträngen geschildert. Doch schon ein paar Seiten nach dem Auftauchen der Handlungsstränge werden die meisten von ihnen in die Geschichte eingeflochten, sodass ein vielschichtiges Geflecht aus vielen Charakteren und Handlungen entsteht.
Glücklicher Weise hat der Autor bei der Beschreibung der Opfer auf blutige Details verzichtet, aber dennoch schafft er es die Grausamkeit der Tat gut rüber zu bringen.
Es gibt keine hohe Spannungskurve, sondern die Spannung bleibt im Verlauf des Buches konstant. So gibt es zwar keine bedeutenden Höhepunkte, aber auch keine Tiefpunkte.
Allerdings gibt es Stellen und Handlungen im Buch, bei denen ich mich noch immer frage was diese dort zu suchen haben, da sie so gut wie nichts mit dem Geschehen an sich zu tun haben. Fast scheint es, als wollte der Autor zusätzliche Seiten füllen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch lässt sich recht schnell durchlesen. Die Hauptprotagonisten Munch und Mia sind ziemlich authentisch, keine "Superbullen", sondern Menschen wie du und ich, mit ganz eigenen Problemen.
Das etwas düster gestaltete Cover mit dem (hervorgehobenen) gestickten Titel fällt wunderbar ins Auge und lädt quasi dazu ein den Klappentext zu lesen.
Dieser Fall ist in sich abgeschlossen, die Folgebände werden neue Fälle für Munch und Mia beinhalten!
Fazit
Ein Thriller den es sich zu lesen lohnt. Zwar hat er einige Schwachstellen, aber diese stören nicht sonderlich. Ich will auf jeden Fall wissen wie es mit Mia und Munch weiter geht und werde mir, nach erscheinen, auch die anderen beiden Bände holen.

Empfehlung
Für Thriller-Fans bei denen es nicht immer High-Life sein muss sehr zu empfehlen.

Bewertung  


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