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Freitag, 7. August 2015

"Die Welt ist kein Ozean" von Alexa Hennig von Lange [Rezension]



Preis: 14,99 €
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 352
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: 27. Juli 2015
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-16296-5

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Klappentext

Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?



(© http://www.randomhouse.de/cbt/)


Über den Autor 
 Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin. 
(© http://www.randomhouse.de/cbt/ / Foto:  © Marcus Höhn )


Inhalt
Während ihre beste Freundin ein Schulpraktikum in einer Anwaltskanzeli macht, will die 16-jährige Franzi unbedingt ein Praktikum in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche machen. Trotz, dass ihre Mutter dies nicht gut heißt, tritt sie das Praktikum an. Bereits am ersten Tag trifft sie dort Tucker und ist sofort von ihm fasziniert. Doch aufgrund eines Traumas spricht Tucker kein Wort. Sie spürt eine gewisse Verbindung zu ihm, doch um diese Bindung zu stärken sind zwei Wochen zu wenig. Dies stellt Franzi vor eine schwere Entscheidung: Wie geplant ins Ausland gehen oder doch bei Tucker bleiben und hoffen, dass er irgendwann wieder spricht?

 
Eigene Meinung
Mich hat dieses Buch leider etwas enttäuscht, da ich aufgrund des Klappentextes auf etwas ganz anderes gehofft habe. Ich hatte darauf gehofft, dass man in diesem Buch etwas mehr über die Arbeit mit traumatisierten Jugendlichen erfährt, aber leider ist es nicht so. Vieles in "Die Welt ist kein Ozean" ging mir einfach viel zu glatt. Da ich nicht spoilern möchte, werde ich jetzt nicht verraten was genau so glatt ging, aber es war einfach so unrealistisch, dass ich hätte schreien können.
Lange war ich auch einfach von Franziska genervt und ihrem Gut-Mensch-Gehabe, auch ihre "Sucht" nach Tucker war nach einer Weile für mich absolut nicht mehr nachvollziehbar. Viele ihrer Entscheidungen ließen mich einfach nur den Kopf schütteln.
Die vielen Nebenhandlungen machen das ganze auch nicht wirklich besser und nehmen nur den Platz weg, der nötig gewesen wäre um dem Buch mehr Tiefgang zu geben.
Der Schreibstil der Autorin ist ganz angenehm zu lesen und an sich kommt man auch recht schnell voran. Die Covergestaltung ist auch interessant gestaltet, auch wenn sie absolut nichts über das Buch aussagt.

Fazit
Ich hatte auf ein Buch mit viel Tiefgang und Hintergrundinfos gehofft, aber wie sich rausstellte ist es nur wieder einmal ein schnöder, oberflächlicher Liebesroman vor neuer Kulisse.

Empfehlung
Jemand, der eine normale Liebesgeschichte sucht, die sich aber durch die neue Kulisse etwas abhebt, der ist bei "Die Welt ist kein Ozean" genau richtig. Wer jedoch hofft, dass es sich hierbei um ein Buch handelt, bei dem es sich auch um die Therapien sich dreht, der sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen.

Bewertung  


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