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Montag, 28. September 2015

"Im Augenblick des Todes" von Vincent Kliesch [Rezension]



Preis: 9,99 €
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 416
Reihe: Fall Nr. 2 (In sich abgeschlossen)
Erscheinungsdatum: 17. August 2015
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0054-3

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Klappentext

Eine brutale Mordserie. Und ein Ermittler, der selbst zum Hauptverdächtigen wird ...

Kommissar Severin Boesherz genießt gerade seinen Spaziergang am Schlachtensee, als ein mysteriöser Mann in einer Limousine vorfährt, sich als »Ismael« vorstellt und Boesherz zu einem Ausflug einlädt. Die Fahrt endet am Tatort eines bestialischen Mordes: Ein Arzt sitzt skalpiert und ausgeweidet in seiner eigenen Praxis. Bei dem Mord handelt es sich um die exakte Kopie des einzigen Verbrechens, das Boesherz nie aufklären konnte. Offenbar will der Täter dem Kommissar gezielt eine Botschaft übermitteln – und es soll nicht die einzige bleiben. Boesherz weiß: Er muss das Rätsel lösen, bevor seine eigene Vergangenheit ihn einholt …



(© http://http://www.randomhouse.de/blanvalet/)


Über den Autor 
 Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahr 2010 veröffentlichte er seinen ersten Thriller »Die Reinheit des Todes«. Es folgten zwei weitere Bände, die die Trilogie um den Ermittler Julius Kern und dessen Gegenspieler Tassilo Michaelis abschlossen. Mit »Bis in den Tod hinein« stellte Kliesch seinen neuen Ermittler vor: Severin Boesherz, der es gleich bei seinem ersten Fall mit einer erschreckend düsteren Mordserie zu tun bekommt. »Im Augenblick des Todes« ist der zweite Fall für den eigenwilligen Berliner Kommissar.

Wenn Vincent Kliesch nicht schreibt, unterhält er als Moderator das Publikum bei Firmenevents und im Filmpark Babelsberg. In seiner Freizeit widmet er sich am liebsten seiner Leidenschaft für gutes Essen und Wein.

(© http://http://www.randomhouse.de/blanvalet/   Foto: © Schlück/Luca Steinmetz )


Inhalt
Severin Boesherz will eigentlich nur die Ruhe des Schlachtensees genießen, als neben ihm ein Pantheon vorfährt. Der Fahrer nennt sich selbst "Ismael" und lädt Severin auf eine abenteuerliche Fahrt ein. Wider besseren Wissens lässt Boesherz sich auf dieses Spiel ein und wird von Ismael zu einem Tatort gefahren. Ein Arzt sitzt ausgeweidet und skalpiert in seiner Praxis. Doch es ist nicht irgendein Tatort, es ist die Kopie des einzigen Mordfalls den Severin nie lösen konnte. Doch wer ist Ismael und warum hat er sich Severin so offen gezeigt? Ein spannendes Katz- und Mausspiel hat gerade erst begonnen...
 
Eigene Meinung


Dieses Buch wurde mir von jemandem empfohlen, bei dem ich das Gefühl habe, dass er meine Lesegewohnheiten ganz genau kennt und auch dieses mal hat er wieder ins Schwarze getroffen, danke hierfür :).
Schon der Klappentext lässt auf eine gute Story hoffen, aber sowas habe ich wirklich nicht erwartet. Kliesch baut die Story sehr gekonnt auf und fesselt seinen Leser zunehmend. Die Spannungskurve steigt gleichmäßig an, bis sie ihren höchsten Punkt erreicht und diesen bis zum Schluss nicht mehr verlässt.
Die Schilderungen des Autoren sind sehr bild- und detailreich und an manchen Stellen sollte man als Leser schon einen festen Magen besitzen, ansonsten könnte es beim lesen unangenehm werden.
Der Protagonist Boesherz ist ein Typ für sich, die einen werden ihn lieben, die anderen werden ihn hassen. Auf mich hat er einen sehr positiven Eindruck gemacht und es hat mir Freude bereitet ihn bei seinen Gedankengängen begleiten zu können, auch wenn sie nicht immer ganz einfach waren. Dieses Buch ist definitiv nichts, was man zwischen Tür und Angel lesen kann, denn dann besteht die Gefahr, dass man bei dem rasanten Tempo, welches Kliesch und Boesherz an den Tag legen, den Anschluss verliert.
Es gibt, mehr oder weniger, drei Erzählstränge. Zum einen begleiten wir Severin Boesherz im hier und jetzt, zum anderen wird uns ein Teil seiner Geschichte vor 16 Jahren erzählt. Der dritte Erzählstrang ist nie lang und handelt von den kranken Gedanken des Täters, an denen er uns in kursiver Schrift teilhaben lässt. Durch die verschiedenen, mal mehr oder weniger langen, Handlungsverschiebungen gibt der Autor dem Leser die nötige, aber gut durchdachte Zeit zum durchatmen, die er braucht.
Oftmals wurde ich von Kliesch auf falsche Fährten geführt und wenn ich dachte ich weiß endlich wer der Täter ist - tja, denkste, dann hat der Autor etwas gebracht, was die ganze Theorie zerstört hat. Umso überraschter war ich dann über das Endergebnis, auch wenn ich es in diversen Theorien schon im Kopf hatte, es aber wieder verworfen hatte.
Und wenn ihr dieses Buch lest, dann lasst euch bitte nicht von diversen Dingen abschrecken, denn nichts ist so, wie es auf den ersten & zweiten Blick scheint ;-)
Bei "Im Augenblick des Todes" handelt es sich um den zweiten Fall von Severin Boesherz, was mir persönlich aber gar nicht aufgefallen wäre, wenn es mir nicht jemand gesagt hätte. Inwieweit dieser zweite Fall den ersten beeinflusst werde ich bald herausfinden, den "Bis in den Tod hinein" steht bereits auf meiner Wunschliste.
Der Schreibstil von Vincent Kliesch ist sehr rasant und man muss, wie schon gesagt, aufpassen, dass man nicht den Anschluss verliert.
Das Cover ist schön gestaltet, wenn auch etwas nichtssagend. Dennoch ist es mal ganz schön zu sehen, dass es solche Bücher auch noch ohne Blut gibt und sie trotzdem so gestaltet werden können, dass es ins Auge fällt.

Fazit
Ein rasanter Thriller, ganz nach meinem Geschmack. "Im Augenblick des Todes" war zwar mein erstes Buch von Vincent Kliesch, wird aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mein letztes gewesen sein.
Für mich ein absolutes Highlight!

Empfehlung
Wer rasante (Psycho-) Thriller mag und gerne miträtselt, der ist bei "Im Augenblick es Todes" genau richtig. Allerdings sollte man, dank der detailreichen Beschreibung, einen festen Magen besitzen.

Bewertung  


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