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Montag, 2. November 2015

"Zwischen Licht und Finsternis" von Lucy Inglis [Rezension]



Übersetzer: Ilse Rothfuss
Preis:  19,99 € (Hardcover) / 13,99 € (eBook)
Seitenanzahl: 400
Reihe: Teil 1 von ?
Erscheinungsdatum: 02. Oktober 2015
Verlag: Chicken House
ISBN: 978-3-551-52080-7

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Klappentext

London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan vor ihr – gut aussehend, geheimnisvoll und faszinierend. Merkwürdig, dass er ihre seltene Blutgruppe kennt, aber noch merkwürdiger, dass es angeblich eine Verbindung zwischen Lily, Regan und den verschwundenen Mädchen geben soll. Von einer auf die andere Sekunde befindet sich Lily in einem Strudel aus Verbrechen und Verrat, Verschwörung und Leidenschaft, Licht und Finsternis.

Fantastisch, romantisch, gefährlich!



(© http://www.carlsen.de/chicken-house/)


Über den Autor 
Lucy Inglis ist Historikerin und hat sich auf das 18. Jahrhundert spezialisiert. Ihr Blog Gregorian London, für den sie mehrfach ausgezeichnet und der von internationalen Zeitungen und Zeitschriften hochgelobt wurde, ist inzwischen Sekundärquelle für Studenten und Institutionen. Mit ihrem Mann und einem Border Terrier lebt sie im Schatten der St Paul's Cathedral in London. 
(© http://www.carlsen.de/chicken-house/   )


Inhalt
Lily lebt allein mit ihrem Vater, da ihre Mutter kurz nach ihrer Geburt auf unerklärliche Weise verschwunden ist. Sie ist ein Ass, wenn es ums Hacken geht und so ist es ein leichtes für sie, sich in die Kameras der Stadt einzuklinken, um ihrem Vater, einem Anwalt, bei diversen Ermittlungen zu helfen. Hierbei macht sie eine seltsame Entdeckung, der sie auf den Grund geht. Dabei wird sie aber von seinem zweiköpfigen Hund angegriffen und beinahe getötet. Der gutaussehende Regan rettet ihr das Leben und von jetzt auf gleich ist nichts wie es einmal war. Überall tauchen seltsame Wesen auf und Mädchen verschwinden spurlos...
 
Eigene Meinung

Anfangs war es für mich sehr schwer in dieses Buch rein zu kommen. Man ist zwar direkt drin im Geschehen, aber das ist dann doch wieder zu schnell. Schon auf den ersten Seiten wird man zugeschüttet mit Informationen und man kann sich gar nicht so richtig auf die Protagonistin einstellen. Dies ändert sich auch im ganzen Buch nicht wirklich. An anderen Charakteren, z.B. Felix, hatte ich meinen Spaß, aber die Protagonistin Lily war für mich zwar immer da, aber nur schemenhaft.
Andere Figuren, wie der eben erwähnte Felix, die haben da schon wesentlich mehr Farbe. Auch Regan und Ellis waren für mich als Leser viel deutlicher, als Lily. Es scheint fast so, als hätte die Autorin ihre Protagonistin vergessen und einfach nur die Geschichte erzählt.
Viele Charaktere, egal ob Haupt- oder Nebencharakter haben ihre Besonderheiten. Nehmen wir einfach mal Felix: Seine Aussprache ist zwar leicht anstrengend, aber gerade die macht ihn zu etwas besonderem. Und genau wie er hat so gut wie jeder Charakter seine Besonderheit, außer eben Lily. Sie ist gut im hacken, aber das war es dann auch.
Während des lesens kann man sehr viel und nach Lust und Laune spekulieren, allerdings kommt man hier auch sehr leicht auf richtige Fährten, aber auch in die ein oder andere Sackgasse. Futter gibt es dafür auf jeden Fall genug.
Ich habe oft über dieses Buch gelesen, dass es zu blutig sein soll. Dies kann ich nun gar nicht nachvollziehen. Es sind zwar zwei /drei blutige Stellen drin, aber nicht zu übertrieben und vor allem nicht detailreich. Vielleicht bin ich hier auch einfach nur zu abgehärtet, aber das bezweifel ich. Im Endeffekt muss es aber jeder für sich entscheiden, was zu blutig und was ok ist.
Allerdings ist mir die ganze Story etwas zu lahm. Man hätte hier auf jeden Fall mehr rausholen können, vor allem was die Wesen angeht. Oft war es so, dass die Wesen zwar erwähnt wurden, aber ich habe nicht so richtig verstanden, aus welcher anderen Welt sie nun kommen und z.B. was passiert wenn alle Drachen aufwachen, oder die Alten. Hier war die Geschichte sehr schwammig und man hätte einiges mehr draus machen können. Auch die wenigen Kämpfe waren so schnell abgehandelt, dass man sie gar nicht so richtig wahrgenommen hat.
Zwar hat die Spannungskurve auch ein paar Höhen, aber in der Regel ist sie sehr niedrig angesetzt. Ein Perspektivenwechsel zu Regan während seiner "Arbeit" wäre durchaus interessant gewesen. So bekommt man zwar hingeworfen, dass er mit zerrissenen Kleidern nach Hause kommt, aber größtenteils kann man nur ahnen wieso.
Bis zum Schluss bin ich davon ausgegangen, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt, allerdings deutet das Ende eher auf eine Fortsetzung hin. Ob ich mir diese holen werde ist allerdings fraglich.
Der Schreibstil an sich ist durchaus angenehm, die Satzlänge und auch die der einzelnen Kapitel passen sehr gut.
Das Cover ist schön mystisch gestaltet und hat mich sofort angesprochen, allerdings bin ich mir noch immer nicht sicher, ob das nun ein Drachenflügel (wofür es etwas klein wäre) , oder etwas anderes sein soll.



Fazit
Ein nettes Buch für zwischendurch, leider etwas zu lahm und das fehlende "Bild" der Protagonistin stört mich etwas. Blutig und brutal finde ich das Buch keineswegs, da gibt es eindeutig schlimmeres.
Ob es für mich eine Fortsetzung gibt steht noch in den Sternen.

Empfehlung
Ja, wem jetzt dieses Buch empfehlen? Das fällt mir jetzt besonders schwer. Nach dieser Rezi sollte einfach jeder für sich entscheiden, ob es ein geeignetes Buch ist oder nicht.

Bewertung  




1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Tag,

    mir hat zum Beispiel sehr gut die Zweigleisigkeit in der Geschichte sehr gut gefallen..eine reale und eine Fantasywelt, ähnlich wie bei Harry Potter.

    Wenn der Vergleich erlaubt ist.

    LG..Karin..

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