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Montag, 25. Januar 2016

"Graues Land" von Michael Dissieux [Rezension]



Preis:  9,99 € (Taschenbuch)
Seitenanzahl: 262
Reihe: Teil 1 von 3
Erscheinungsdatum: 08. März 2014
Verlag: Luzifer Verlag
ISBN: 978-1496191434


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Klappentext

Harvey und Sarah führen ein glückliches, ruhiges Leben in den Bergen. Als Sarah erkrankt, kümmert sich der alte Harv liebevoll um seine Ehefrau.
Doch eines Tages hat sich etwas geändert in der Welt da draußen. Es beginnt damit, dass die Fernsehsender kein Programm mehr ausstrahlen, dann fällt die Stromversorgung aus, auch das Telefon verstummt. Ein grauer Schleier umhüllt das Land. Eine trügerische Stille liegt über den Feldern, über dem Haus.
Des Nachts glaubt Harvey, Kreaturen ums Haus schleichen zu hören. Und die kurze Begegnung mit einer jener Kreaturen im Garten bringt die schreckliche Gewissheit, keiner Einbildung erlegen zu sein.
Harvey beschließt, in Erfahrung zu bringen, was zum Teufel mit der Welt geschehen ist. Und so steigt er in seinen rostigen Van und fährt hinüber zu seinem alten Freund Murphy, der ein paar Meilen die Straße hinab ein kleines Lebensmittelgeschäft betreibt. Doch dieser scheint bereits dem Wahnsinn anheim gefallen zu sein …



(© http://www.luzifer-verlag.de/)


Über den Autor 
Michael Dissieux wurde 1967 in Saarbrücken geboren. Schon früh entdeckte er seine Liebe zur Literatur und schrieb bereits mit fünf Jahren erste kleine Geschichten, die sein direktes Umfeld beschrieben. Mit elf Jahren begann er, inspiriert von den Büchern von Stephen King, erste Kurzgeschichten und Novellen zu schreiben, die sich allesamt im Bereich des Horrors und Unheimlichen ansiedelten.

Mitte der neunziger Jahre erschienen erste Kurzgeschichten in den John-Sinclair-Ausgaben, zudem arbeitete Dissieux an der Romanreihe Jessica Bannister (Bastei-Verlag) mit. Weitere Kurzgeschichten wurden in diversen Literaturzeitschriften und Fanzines veröffentlicht.

Seit 2011 erscheinen seine Romane im Luzifer-Verlag, unter anderem die Endzeittrilogie Graues Land, sowie der im gleichen Genre angesiedelte Roman Die Saat der Bestie.

Im Luzifer-Verlag erschien auch die Novellenserie Die Legende von Arc´s Hill, mit der Dissieux sein größtes literarisches Vorbild, H.P. Lovecraft, zu ehren versucht.

Michael Dissieux lebt mit seiner Lebensgefährtin und einem Neufundländer im saarländischen Elversberg.
 
(© http://www.luzifer-verlag.de/   Foto: © http://www.luzifer-verlag.de//span>)


Inhalt
Harvey kümmert sich liebevoll um seine kranke Frau, mit der er vor Jahrzehnten in ein ruhiges Haus in den Bergen gezogen ist. Jeden Morgen kommt der Zeitungsjunge und bringt ihm seine Post, doch eines Tages bleibt er fort. Schon bald verstummt auch der Fernseher und die Stromversorgung wird gekappt. Irgendwas hat sich verändert und Marv macht sich auf den Weg um herauszufinden was...

 
Eigene Meinung

Bis jetzt hatte ich noch nicht sehr viele Berührungspunkte mit dem Horrorgenre, obwohl es mich immer wieder gereizt hat ein Horrorbuch zu lesen.
„Graues Land“ hat mich sehr angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht, dabei geht es aber eher um einen Endzeit-Horror.
Am Anfang des Buches wusste ich nicht so recht, wo die Reise hingeht, auch wenn der Klappentext schon sehr viel verraten hat. Der Protagonist Harvey war für mich von Anfang an ein recht komischer Kauz, der aber auch seine liebenswerten Seiten hat. Er kümmert sich aufopferungsvoll um seine, ans Bett gefesselte, Frau und verlässt ihr zuliebe kaum das Haus. Da sich die Handlung komplett um Harvey dreht, verlässt auch der Leser das Haus nicht und ist die ganze Zeit an den Protagonisten gebunden, was vor allem in dessen depressiven Phasen sehr ermüdend sein kann.
Von den Zombies kriegt man nicht sehr viel mit, aber durch Harvey ist man sich deren Gegenwart ständig bewusst und ein rascheln vor dem Fenster kann einem beim lesen schon mal erschrecken…
Der Schreibstil des Autoren hat mir gut gefallen, er schreibt recht bildhaft und sehr flüssig. Von ihm wird „Graues Land“ mit Sicherheit nicht das letzte Buch sein, welches den Weg in mein Bücherregal findet. Ob ich die Reihe allerdings weiterlese, das weiß ich selber noch nicht.
Das Cover ist schön schaurig gestaltet, dabei aber nicht zu horrormäßig. Die abgebildete Person soll vermutlich Harvey vorstellen, so ähnlich habe ich ihn mir beim lesen auch vorgestellt.
 

Fazit
Ein gutes Buch, welches einen Gewissen Schauer verbreitet, dabei aber auf jegliches Blut verzichtet.
Für mich definitiv nicht das letzte Buch von Michael Dissieux.


Empfehlung
Fans von Endzeit-Geschichten kommen hier auf ihre Kosten, aber auch wer mal ein wenig Horror schnuppern möchte, es aber nicht zu heftig haben will, der kann ruhigen Gewissens zu „Graues Land“ greifen.

Bewertung  




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