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Dienstag, 10. Mai 2016

"Nur drei Worte" von Becky Albertalli [Rezension]




Übersetzer: Ingo Herzke
Preis:  16,99 € (Hardcover) / 11,99 € (eBook)
Seitenanzahl: 320
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2016
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-55609-7

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Klappentext

Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf.

Die schönste Liebesgeschichte aller Zeiten – Herzchenaugen und Dauergrinsen garantiert!



(© https://www.carlsen.de)


Über den Autor 
Becky Albertalli hat als Psychologin schon mit vielen schlauen, schrägen, wunderbaren Teenagern gearbeitet. Sieben Jahre lang leitete sie außerdem eine Gruppe für Kinder mit abweichender Gender-Identität. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Atlanta. »Nur drei Worte« ist ihr erster Roman. 
(© https://www.carlsen.de   Foto: © Decisive Moment Events)



Inhalt
Simon und Blue teilen ein Geheimnis miteinander: Ihre Mails, in denen sie sich so viel anvertrauen wie sonst niemandem. Das Problem ist nur, dass keiner von beiden weiß wer der andere ist. Sie gehen auf die gleiche Schule, aber so sehr Simon es auch versucht, er findet einfach nicht raus, wer Blue ist. Doch dann passiert ihm ein großer Fehler: Er vergisst sich in der Schule aus seinem Mail-Account auszuloggen und die Mails fallen genau dem falschen in die Hände. Nun droht Simons größtes Geheimnis aufzufliegen. Doch nicht nur seins, auch das von Blue...
 
Eigene Meinung

Die Idee des Buches hat mich von Anfang an sehr überzeugt, da es zwar ein Liebesroman ist, aber weil es sich um zwei Jungs handelt, war es für mich etwas ganz neues.
Zu Beginn kam ich leider schlecht in „Nur drei Worte“ hinein, da ich es ziemlich langweilig fand und nichts so richtig passierte. Dennoch habe ich weitergelesen und etwa nach 120 Seiten hatte mich das Buch dann komplett gepackt. Die Geschichte wurde lockerer und gerade Simon wurde mir um einiges sympathischer. Die ganze Zeit stand die Frage „Wer ist Blue?“ im Raum und auch ich habe mich zu frohem Rätselraten hinreißen lassen. Umso überraschter war ich über die Auflösung, denn damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.
Die Autorin hat mich so einige Male auf Glatteis geführt, aber genau das mag ich ja an Büchern. Ich hasse es, wenn man schon nach ein paar Seiten die Auflösung kennt. So ist es dann doch viel besser.
Dass die Liebesgeschichte zwischen zwei Jungen abläuft wird nicht extrem herausgehoben, sondern in einem sehr angenehmen Maße geschildert. Auch die besagten drei Worte sind andere, als man im ersten Moment glauben kann, wenn man das Buch sieht.
Der Protagonist Simon war mir anfangs etwas suspekt und seine Einstellung gewöhnungsbedürftig. Nach einigen Seiten wurde ich dann jedoch warm mit ihm und er war mir deutlich sympathischer. Auch seine Beweggründe und sein Verhalten wurden für mich um einiges logischer und nachvollziehbarer. Zum Schluss hätte ich mir sogar vorstellen können mit ihm befreundet zu sein.
Blue ist die ganze Zeit über nur ein Gespenst und man weiß bis kurz vor Schluss nie, wer er wirklich ist. Doch aus seinen Mails heraus fand ich ihn richtig nett, auch wenn ich manchmal leicht von der Heimlichtuerei der beiden genervt war.
Auch die Nebencharaktere wie Leah oder Abby haben ihre ganz eigenen Seiten und die Autorin nimmt sich auch für sie viel Zeit, sodass sie an Tiefe gewinnen und „echt“ werden.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr jugendlich und gut lesbar, was die Lesefreude fördert und das Buch zusätzlich zu einem echten Jugendroman macht.
Das Cover ist sehr schick gestaltet und man erkennt auf den ersten Blick, dass es sich um einen Liebesroman handelt. Auf dem zweiten Blick erkennt man dann auch, dass es sich um eine Liebe zwischen zwei Jungen handelt.



Fazit
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich „Nur drei Worte“ zu einem tollen Jugendroman gemausert, den ich gerne gelesen habe. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Thematik wird nicht so sehr hochgekocht.



Empfehlung
Wer gerne Liebesgeschichten liest und vielleicht ein wenig Angst hat vor gleichgeschlechtlichen Lovestorys, der sollte ruhig mit „Nur drei Worte“ beginnen.


Bewertung  






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