Sie sind ein Verlag oder Autor und suchen einen Rezensenten für Ihre Werke? Ich freue mich über jede Anfrage. Meine Kontaktdaten finden Sie im Impressum.



Samstag, 28. Mai 2016

"Sommergeister" von Mary Rickert [Rezension]




Übersetzer: Birgit Reß-Bohusch
Preis:  16,99 € (Paperback) / 12,99 € (eBook)
Seitenanzahl: 352
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: 02. Mai 2016
Verlag: iv!
ISBN: 978-3-492-70414-4

Zur Leseprobe
Jetzt als Paperback kaufen
Jetzt als e-Book kaufen






Klappentext



Jeder hat Geheimnisse. Doch dies ist größer als alle anderen.


Die 15-jährige Bay Singer weiß, was sie im Dorf sagen: ihre Mutter sei eine Hexe. Sie habe eine dunkle Vergangenheit. Furchtbares sei Jahrzehnte zuvor geschehen, das niemand erfahren dürfe. Bay leidet unter den Gerüchten und will sie nicht glauben. Doch etwas in ihr weiß es besser. Tatsächlich ahnte sie schon immer, dass ihre Mutter ihr etwas verschweigt. Und je weiter sie nachforscht, desto größer werden die Geheimnisse, auf die sie stößt - warum kann Bay auf einmal Geister sehen? Welchen jahrzehntealten Bund schloss ihre Mutter mit zwei weiteren, mysteriösen Frauen? Und welche Rolle spielt Bay selbst in den Ereignissen, die bis heute nachwirken? In einem magischen Sommer treffen alte Feinde und neue Freunde aufeinander. Und Bay entdeckt die unvorstellbare Wahrheit, die das Leben aller für immer bestimmen wird ... Mary Rickerts preisgekröntes Debüt erzählt von mehr als einem alten Geheimnis. Es ist eine zauberhafte Saga vom Erwachsenwerden und den Brücken zwischen Mutter und Tochter, Gegenwart und Vergangenheit, Freundschaft, Liebe und den Schatten, die uns nicht mehr loslassen.



(© https://www.piper.de)


Über den Autor 
Mary Rickert studierte am Vermont College of Fine Arts und veröffentlichte zahlreiche hochkarätige Novellen und Erzählungen. Ihre Geschichten sind mal still, mal aufrüttelnd und leben von ihrer feinen, berührenden Magie. »Sommergeister«, ihr erster Roman, gewann 2015 den renommierten Locus Award für das beste Debüt. Mary Rickert lebt in Wisconsin.
(© https://www.piper.de Foto: © Will Bauer)

 
Eigene Meinung

Dieses Buch hat mich etwas zwiegespalten zurück gelassen. Einerseits war es ganz anders als ich es erwartet hatte, andererseits war es nicht schlecht, wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat.
Eigentlich habe ich ein leichtes Fantasybuch mit der fünfzehnjährigen Bay im Mittelpunkt erwartet, stattdessen ging es fast ausschließlich um ihre Ziehmutter Nan.

Eher ist dieses Buch eine Geschichte über die Freundschaft und das erwachsen werden. Im Nachhinein finde ich es eine gute Mischung, aber erst einmal war die Verwirrung groß.
Vor allem Nans Vergangenheit und ihre schrecklichen Erlebnisse stehen im Vordergrund. Dabei ist die Autorin aber sehr detailreich und ziemlich ausschweifend, was das Lesen manchmal sehr anstrengend macht. Auch der Sprachstil war nicht unbedingt einfach und ich brauchte einige Zeit um mich daran zu gewöhnen.
Dazu kommt, dass die Autorin oft ohne Vorwarnung in der Zeit springt, was den Lesefluss etwas gestört hat.
Allerdings gab es auch viele Stellen, an denen die Detailliebe der Autorin angebracht war und die dadurch einen ganz eigenen Zauber und eine gewisse Tiefe bekommen haben.

Die Charaktere bleiben durch die vielen Sprünge leider etwas blass, auch wenn ich öfter über Nan schmunzeln musste. Die schrullige alte Dame hat das gewisse etwas, das sie doch ziemlich interessant macht.
Bay war mir recht sympathisch, aber eigentlich hatte ich sie als Hauptfigur vermutet und nicht Nan. Sie hat die besten Voraussetzungen dafür, immerhin ist sie eine Außenseiterin, die unter mysteriösen Umständen zu Nan gekommen ist.

Der Schreibstil der Autorin ist, wie bereits erwähnt, etwas gewöhnungsbedürftig. Es scheint fast so als hätte sie beim schreiben hunderte Gedanken im Kopf gehabt und wollte diese am liebsten alle irgendwie mit einbringen, was das lesen nicht gerade einfach macht. Aber man kann sich durchaus an ihren Schreibstil gewöhnen.

Das Cover finde ich wunderschön und ich bin auch erst dadurch auf das Buch aufmerksam geworden. Federn haben generell eine gewissen Anziehungskraft auf mich und somit war klar, dass ich das Buch lesen wollte, zumal eigentlich auch der Klappentext gepasst hat.



Fazit
Wer hier einen fantastischen Jugendroman vermutet, der wird leider enttäuscht. Vielmehr geht es um die Freundschaft und das Erwachsenwerden. Der Schreibstil der Autorin ist nicht ganz einfach und ich würde jedem empfehlen zuerst die Leseprobe zu lesen.




Empfehlung
Wer Familiengeschichten mit einer guten Spur Dramatik mag, der wird bei „Sommergeister“ auf seine Kosten kommen und sollte sich vom Titel nicht abschrecken lassen.


Bewertung  




Vielen Dank an Piper für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen