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Donnerstag, 13. Oktober 2016

"Bluescreen - Ein Mirador-Roman" von Dan Wells [Rezension]





Preis:  12,99 € (Paperback) / 9,99 € (eBook)
Übersetzer: Jürgen Langowski
Seitenanzahl: 368
Reihe: Band 1 von ?
Erscheinungstermin: 04. Oktober 2016
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-28021-1


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Klappentext
Die neue Serie von Dan Wells

Nach den Bestsellern um den Serienkiller John Cleaver führt Dan Wells in eine Zukunft, die erschreckend schnell Realität werden kann: Los Angeles im Jahr 2050 ist eine Stadt, in der du tun und lassen kannst, was du willst – solange du vernetzt bist. Durch das Djinni, ein Implantat direkt in deinem Kopf, bist du 24 Stunden am Tag online. Für die Menschen ist das wie Sauerstoff zum Leben – auch für die junge Marisa. Sie wohnt im Stadtteil Mirador, doch ihre wirkliche Welt ist das Netz. Und sie findet heraus, dass darin ein dunkler Feind lauert. Als sie an die virtuelle Droge Bluescreen gerät, die Jugendlichen einen sicheren Rausch verspricht, stößt Marisa auf eine Verschwörung, die größer ist, als sie je ahnen könnte ...



(© https://www.oetinger.de)

Über den Autor 

Dan Wells studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah, und war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin »The Leading Edge«. Mit »Ich bin kein Serienkiller« erschuf er das kontroverseste und ungewöhnlichste Thrillerdebüt der letzten Jahre. Nach seinen futuristischen Thrillern um die »Partials« war »Du bist noch nicht tot« der lang erwartete neue John-Cleaver-Roman. Mit der »Mirador«-Saga führt Dan Wells in eine neue Welt.

(© https://www.piper.de Foto © Dan Wells)

Inhalt
Stell dir eine Welt vor in der du 24 Stunden online bist, mit nichts als einem zusätzlichen Implantat im Kopf. Kein Handy, kein PC mehr, nichts, nur noch das Djinni. Doch was passiert wenn es jemand genau darauf abgesehen hat? Wer kann diese unsichtbare Bedrohung stoppen? 

Eigene Meinung

Die Thematik der Online-Realität ist im Moment hochaktuell und daher wollte ich dieses Buch auch unbedingt lesen. In letzter Zeit findet man immer mehr solcher Bücher die, wie ich finde, gar nicht so unrealistisch sind.

Die Idee der Djinnis, die in den Kopf implantiert sind und mit denen man rund um die Uhr online ist, finde ich sehr interessant und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass unsere Zukunft irgendwann mal so aussehen wird. Vor ein paar Jahren habe ich noch über selbstfahrende Autos in Büchern geschmunzelt, und was ist heute? Jetzt werden die Dinger tatsächlich in ein paar Jährchen Serienreif sein.

Als Leser wird man zu Beginn des Buches direkt in ein Onlinespiel katapultiert, in dem der Spieler keine Figur mehr steuert, sondern die Figur selber ist. Erst einmal wusste ich selber gar nicht so recht was Sache ist, aber nach ein paar Seiten und nach dem Spiel hat sich das alles etwas gelichtet und ich habe mich in der Welt doch recht schnell zurecht gefunden.

Zwischenzeitlich hatte ich beim Lesen zwar ein kleines Tief, aber das schiebe ich mittlerweile eher auf meine Gefühlslage als auf das Buch.

Die Protagonistin Marisa war mir persönlich am Anfang etwas zu kompliziert, da sie einfach nie das gemacht hat was ich erwartet habe. Nachdem ich sie im Laufe des Buches aber immer mehr kennen gelernt habe, war sie mir dann doch sehr sympathisch. Besonders gut hat mir an ihr gefallen, dass sie einfach alles tut um ihre Freunde und ihre Familie zu beschützen.
Aber auch ihre Freunde, vor allem Bao, mochte ich sehr. Bao ist der einzige im Bunde der kein Djinni hat, aber irgendwie war er mir der Liebste. Er war von allen irgendwie der Bodenständigste, vielleicht war es aber auch nur so ein Gefühl, da er derjenige war mit dem ich mich als „Urzeitmensch ohne Djinni“ am ehesten identifizieren konnte.

Die Story ist unglaublich spannend und nimmt immer mehr an Fahrt auf, sodass es vor allem im letzten Drittel zu einem richtigen Showdown kommt. So wie alles aufgelöst wird war es für mich auch ziemlich schlüssig, auch wenn das Ende so einige Überraschungen parat hat.
An sich ist die Geschichte abgeschlossen, da es aber eine neue Serie von Dan Wells ist, bin ich sehr gespannt wie es mit Marisa und Co. weitergeht.

Was mir persönlich ein wenig zu übertrieben war ist, dass Marisa und ihre Freunde sich einfach überall einhacken ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Ich meine, wenn die Technologie sich so weiterentwickelt, dann werden sich auch Sicherheitssysteme weiterentwickeln. Aber gut, ich habe vom Hacken keine Ahnung, vielleicht ist es ja wirklich möglich dass man alles Mögliche hacken kann ohne erwischt zu werden.

Ich muss zugeben, dass dies mein erstes Buch von Dan Wells war, aber es wird definitiv nicht das letzte gewesen sein. Sein Schreibstil ist sehr angenehm und man kann sich in seiner Erzählung so richtig verlieren. Auch seine Beschreibungen sind sehr bildhaft und bringen dem Leser eine klare Vorstellung vor das innere Auge.

Das Cover ist dem Thema angepasst und fällt durch die leuchtende Platine zwar auf, ist aber auch nicht zu aufdringlich.


Fazit
Eine sehr realistischerZukunftsgeschichte mit Thrillercharakter die mir richtig gut gefallen hat. Ich will mehr davon!


Empfehlung
Jeder der auf spannende Zukunftsgeschichten steht oder diese mal ausprobieren möchte, der sollte zu „Bluescreen“ greifen.

Bewertung