„Nächstes Jahr am selben Tag“ von Colleen Hoover [Rezension]


Preis:  14,95 € (Paperback) / 11,99 € (eBook)
Seitenanzahl:  376
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: 10. Februar 2017
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-74025-8

Zur Leseprobe
Jetzt als Paperback kaufen
Jetzt als e-Book kaufen

Klappentext


Ausgerechnet am Abend, bevor sie von Los Angeles nach New York zieht, lernen sie sich kennen: die 18-jährige Fallon, Tochter eines bekannten Filmschauspielers, und der gleichaltrige Ben, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. Beide verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und verbringen die Stunden vor dem Abflug zusammen. Doch wie soll es weitergehen? Wollen sie sich wirklich auf eine Fernbeziehung einlassen und ihren Alltag nur halbherzig leben? Um das zu verhindern, beschließen die beiden, sich die nächsten fünf Jahr jedes Jahr am selben Novembertag zu treffen, dazwischen jedoch auf jeglichen Kontakt zu verzichten. Und wer weiß, vielleicht, so die Hoffnung, klappt es am Ende der fünf Jahre ja mit einem Happyend.
Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit – und so kommt ihnen trotz aller intensiven Gefühle, die bei jedem Treffen der beiden hochkochen, ganz einfach das Leben dazwischen …

(© https://www.dtv.de)

Inhalt

Fallon will ihr Leben neu beginnen – ihm einen neuen Sinn geben. Dafür will sie nach New York ans Theater. Doch einen Abend vor ihrem Umzug lernt sie Ben kennen, welcher ihre Selbstwahrnehmung gefährlich ins wanken bringt. Im Gegensatz zu ihr findet er sie schön, trotz ihrer Brandnarben.
Die beiden verbringen schöne Stunden miteinander. Vor Fallons Abflug einigen sie sich darauf sich für fünf Jahres jedes Jahr am 30.11 zu treffen. Dazwischen gibt es kein Kontakt zwischen ihnen, jeder lebt sein Leben.
Doch dann kommt genau dieses Leben dazwischen… Gibt es für die beiden noch Hoffnung oder war alles nur ein schöner Traum?  

   

Eigene Meinung

Colleen Hoover ist für mich eine absolute Ausnahme-Autorin. Ich muss ihre Bücher jedes Mal inhalieren und wenn das geschehen ist, dann fiebere ich schon dem nächsten Buch von ihr entgegen.
So war es auch bei „Nächstes Jahr am selben Tag“ – ich habe es inhaliert.

Mit ihrem neuen Roman hat Colleen Hoover es diesmal wirklich geschafft, mich komplett aus der Fassung zu bringen. Ich würde von mir behaupten, dass ich ein eher ruhiger Leser bin und mich nichts so schnell aus der Ruhe bringt. Aber dieses Buch!! Ich weiß gar nicht wie oft ich es am liebsten gegen die Wand geschmissen hätte. Die Wendungen in der Geschichte haben mir wirklich einiges abverlangt und ich war genau einmal an dem Punkt das Buch abbrechen zu wollen, da ich einfach nicht glauben konnte was Frau Hoover da getan hat. Ich konnte erst einmal nur dasitzen, das Buch anstarren und mich fragen, ob das wirklich ihr Ernst ist. Natürlich habe ich trotzdem weiter gelesen und es hat sich dann alles doch noch in gute Bahnen bewegt.

Geschrieben ist die Geschichte sowohl aus der Sicht von Fallon, als auch aus Bens Sicht. Ich mochte die Abwechslung sehr gerne. Natürlich „springt“ die Handlung über fünf Jahre hinweg immer wieder zum gleichen Tag und die Zeit dazwischen „fehlt“. Mich persönlich hat das aber nicht wirklich gestört, da man alles wissenswerte erfährt und der Rest zum einen nur den Rahmen gesprengt hätte und zum anderen vermutlich auch ziemlich langweilig gewesen wäre.

Im Laufe der Geschichte erfährt man einiges über die Vergangenheit der beiden, vor allem über die von Ben war ich sehr erschrocken und traurig. Ebenso über einen weiteren Schicksalsschlag, der ihn im Laufe der Geschichte ereilt.
Wenn man diese Vergangenheit erst einmal kennt, dann kommt Ben gar nicht mehr so sehr als der lockere Typ vom Anfang vor, sondern man sieht, was sich hinter der Fassade abspielt. Diesen Aspekt finde ich, hat die Autorin sehr gut ausgearbeitet, sodass man sich ihm noch etwas näher fühlt.
Aber ich mochte Ben eigentlich schon von Anfang an und seine Art ist einfach toll. Ich schätze in so einen wie ihn könnte ich mich auch verlieben.
Nichtsdestotrotz hat er, wie schon erwähnt, auch eine sehr ernste Ader, die vor allem in der zweiten Hälfte des Buches klar zur Geltung kommt.
Ich mochte die vielen Facetten an ihm sehr gerne und würde auch nichts ändern wollen.

Fallon war ein aufgehender Stern am Schauspiel-Himmel, bis ein Feuer sie selbst und ihre Karriere zerstört hat. Ich habe sie als sehr starken Charakter empfunden, denn sie hat beschlossen ihrem Leben nach dem Feuer wieder einen Sinn zu geben und nach New York ans Theater zu gehen. Auch, dass sie ihrem Vater die Stirn bietet, hat mir gut gefallen.
Die Umstände des ersten Treffens mit Ben haben mich gleichermaßen amüsiert wie wütend gemacht.
Einerseits ist Fallon sehr taff, andererseits aber auch extrem unsicher, vor allem was ihr Aussehen angeht. Ich finde allerdings, dass dies sehr gut nachvollziehbar ist. Ich mochte ihre Art sehr gerne und habe ihre Parts beinahe lieber gelesen als die von Ben.
Ihre Entwicklung im Laufe des Buches finde ich richtig toll und ich bewundere sie wirklich über ihren Ehrgeiz eine Weisheit ihrer Mutter (deswegen die fünf Jahre) zu befolgen. Ich denke nicht, dass ich das gekonnt hätte.

Oft liest man in Rezensionen den Satz „Dieses Buch hat mich zerstört“. Bis jetzt konnte ich damit nicht viel anfangen und habe es immer für übertrieben gehalten. Aber die Gefühle, die Colleen Hoover hier in mir ausgelöst hat, die waren so widersprüchlich, dass man wirklich von „zerstört“ sprechen kann.

Ihre Schreibweise ist wie immer sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin und man mag gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Das Cover ist toll gestaltet und passt einfach zu den Hoover-Büchern. Es kommt zwar immer wieder die Diskussion auf, dass die englischen Cover „schöner“ sein sollen, aber man muss einfach beachten, dass der deutsche Markt ein anderer ist und dafür ist das Cover, meines Erachtens nach, sehr passend.
Ich mag es auf jeden Fall!

Fazit


„Nächstes Jahr am selben Tag“ ist für mich das beste Buch, welches ich bis jetzt von Colleen Hoover gelesen habe (und die deutschen habe ich alle gelesen!).
Die Verkettung unterschiedlichster Gefühle ist einmalig und atemberaubend zugleich! Ich möchte behaupten, dass mich noch nie ein Buch so sehr ausgewühlt hat, im positiven Sinne.

Empfehlung

Wer tolle Liebesgeschichten mit Tiefgang mag, der sollte unbedingt zu den Hoover-Büchern, speziell zu „Nächstes Jahr am selben Tag“ greifen!
 

Bewertung

„Calypso: Zwischen den Welten“ [Blogtour Tag 2]

(Achtung, dieser Post kann Werbung enthalten)
Hallo liebe Lesefreunde!

Willkommen zu Tag 2 der Blogtour zu „Calyso: Zwischen den Welten“ von Fabiola Nonn.

Gestern konntet ihr bei Manja schon einen ersten Eindruck von dem Buch und der Geschichte um Noemi bekommen. Heute möchte ich euch etwas mehr über Calypso erzählen. Und wenn die Blogtour morgen zu Rachel weiterzieht, könnt ihr bei ihr mehr über die Ökosysteme erfahren, die die Welt rund um Calypso bedingen.


An dieser Stelle könnt ihr euch auch den gesamten Tourplan ansehen.

Kurz nochmal die Eckdaten zum Buch:

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1351 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 221
Verlag: digi:tales
Sprache: Deutsch

Jetzt als e-Book kaufen

 



Klappentext: Nachdem das Ökosystem auf weiten Teilen der Erdoberfläche kollabierte, suchten die Menschen unter Wasser Zuflucht. Noemi lebt mit ihrer Familie in einer der größten submarinen Städte: Calypso – benannt nach der Meeresgöttin und Herrscherin über das sagenumwobene Volk der Ondine. Seit sie denken kann, fühlt Noemi sich von der geheimnisvollen Tiefsee angezogen und versucht die Mythen des Meeres zu ergründen. Als sich dabei jedoch immer wieder tragische Unfälle ereignen, die schließlich sogar die Existenz der Stadt bedrohen, zieht Noemi die einzig mögliche Konsequenz und ergreift die Flucht. Auf sich allein gestellt begibt sie sich auf eine gefährliche Reise, die sie nicht nur ihrer wahren Herkunft, sondern auch ihrer großen Liebe näherbringt.

Heute möchte ich euch mitnehmen in die submarine Stadt Calypso:

Calypso liegt in zweihundert Meter Tiefe irgendwo vor den Azoren, auf dem Meeresgrund und ist die Heimat der Protagnonistin Noemi Bloud.

Eine transparente Kuppel, die einer Eierschale gleicht, schützt die Stadt vor dem Wasser. Dennoch kommt es hin und wieder zu Zwischenfällen, bei denen Wasser durch die Membran eindringt und dem Leser wie auch den Bewohnern der submarinen Stadt deutlich vor Augen führt, wie unsicher dieses Leben unterhalb des Meeresspiegels sein kann.

Das Leben in Calypso verläuft auf Ebenen, die sich innerhalb der Kuppel auf sieben Etagen verteilen. Es gibt welche, die die Technik Calypsos beherbergen, und sicherstellen, dass alles in der Stadt funktioniert wie es soll; manche dienen rein der Instandhaltung der Kuppel; und wieder andere, wie beispielsweise die botanischen Plattformen, sorgen für ein Klima, das den Menschen das Überleben innerhalb des Kuppelbaus überhaupt erst ermöglicht.

Im wesentlichen unterscheidet sich das Leben in Calypso nicht von dem uns bekannten. Die Menschen leben und arbeiten dort wie sie es auch an der Oberfläche tun würden und wie wir es kennen. Selbst der Aufbau der Stadt erinnert an unsere. Es gibt neben Wohngebieten auch Gewerbe- und Industrie. Sogar über eine eigene Hafenanlage verfügt die Stadt, auch wenn dort natürlich nur U-Boote vor Anker gehen.

Für eine Landratte, wie ich es bin, ist es schon eine Herausforderung, sich ein Leben in einer solchen Umgebung vorzustellen. Egal wie viele Schnittstellen Calypso mit unserer Welt auch verbinden mag – der Platz in Calypso ist um ein vielfaches endlicher als wir es kennen. Ausflüge ins Grüne oder Blaue, wie wir sie gewohnt sind, finden in Calypso in deutlich kleineren Dimensionen statt und enden in aller Regel entweder auf einer entsprechenden Plattform oder im Hafenbezirk, wo es immerhin Ausbuchtungen in der Membran der Stadt gibt, in die große Bullaugen eingelassen sind, die einen Blick auf die Umwelt der Stadt zeigen. Diese ist zumeist leider dunkel oder zumindest trüb, denn in 200m Tiefe gibt es nur wenig Licht, das einem seine Umgebung zeigen könnte.

Dennoch übt die Unterwasserstadt einen ganz eigenen Charme aus. Zumindest auf eine Stippvisite solltet ihr vorbei kommen. Und vielleicht habt ihr ja Glück und könnt bei dem Gewinnspiel zur Blogtour euer „Ticket“ nach Calypso lösen:

 

Gewinne:
Platz 1: Band 1-4 als E-Book
Platz 2: Band 1-3 als E-Book
Platz 3: Band 1-2 als E-Book
Platz 4: Band 1 als E-Book
Alles was ihr tun müsst um an der Verlosung teilzunehmen ist die folgende Tagesfrage hier unter dem Beitrag in einem Kommentar zu beantworten. Dafür habt ihr bis einschließlich 16.07.2017 Zeit.
Die Gewinner werden dann auf der Seite der Netzwerk Agentur Bookmark bekannt gegeben.

Tagesfrage:Warum würdest du in einer submarinen Stadt wie Calypso leben wollen?

 

Wir warten gespannt auf eure Antworten!Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

 

Gemeinsam lesen

Wer mehr zu der Aktion wissen möchte, der klickt bitte hier.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Aktuell lese ich recht viel gleichzeitig, je nach Laune. Besonders gefällt mir aber „Falsche Haut“ von Leon Sachs. Hier bin ich aktuell auf der Seite 124.


Klappentext:


Frag einen Franzosen nie, was im Zweiten Weltkrieg wirklich passiert ist. Er wird es nicht mögen – und dich auch nicht. Alex Kauffmann kennt dieses Sprichwort. Doch als seine beste Freundin Natalie bedroht wird, schlägt der junge Geschichtsprofessor jede Warnung in den Wind und gerät ins Zentrum einer tödlichen Hetzjagd. Zu spät realisiert Alex, was sein Gegner alles zu tun bereit ist, um die letzten Beweise für eine der größten Vertuschungsaktionen in Frankreichs Geschichte endgültig zu vernichten.

 

(c) http://www.emons-verlag.de/

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Monsieur? Sie müssen Ihren Wagen wegfahren.“
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Anfangs war ich hin und her gerissen, was dieses Buch anging. Einerseits klang der Klappentext richtig gut, andererseits hatte ich aber auch die Befürchtung, dass es durch die Thematik etwas langatmig werden könnte.

Trotz aller für und wider habe ich mich schließlich für das Buch entschieden und ich habe es noch keine Minute bereut. Bereits ab der ersten Seite hat der Autor mich mit seiner Art zu schreiben gefesselt. Der Spannungsbogen steigt auch recht schnell an und mittlerweile finde ich mich in einem Netz aus Rätseln und Intrigen wieder. Ich habe keinen blassen Schimmer wohin die Reise noch gehen wird und ich bin mir ziemlich sicher, dass noch das ein oder andere unvorhersehbare geschieht.
Für mich hat dieses Buch absolutes Suchtpotenzial und ich bedauere, dass ich grad nicht so lesen kann wie ich gerne möchte.

4. Gibt es ein Zitat aus einem Buch, das du dieses Jahr (oder generell) gelesen hast, und dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Ich schreibe mir eigentlich nie Zitate auf. Oft denke ich zwar, dass diese Stelle bzw der Satz jetzt besonders schon war, aber ans rausschreiben habe ich bis jetzt noch nie gedacht. Vielleicht sollte ich bei Gelegenheit mal damit anfangen.  
  
Schreibt ihr Zitate aus Büchern auf?

Buchfresserchens Montagsfrage


Rezensionen gemäß Rezi-Kodex

Heute gibt es wieder eine Montagsfrage 🙂
Mehr Infos bekommt ihr bei  Buchfresserchen 

5 Bücher sind natürlich nicht gerade viel, aber ich würde mich auf die Bücher meiner aktuellen Leseliste beschränken:

1. „Falsche Haut“ von Leon Sachs
2. „Ava – Der Tag der Libelle“  von Christa Kuczinski
3. „Karma Girl – Bigtime 1“ von Jennifer Estep
4. „Dämonentochter – Verlockende Angst“ von Jennifer L. Armentrout
5. „Die Wellington-Saga – Versuchung“ von Nacho Figueras

Diese fünf Bücher möchte ich im Juli tatsächlich noch lesen, teilweise sind sie auch schon angefangen. Wirklich in den Urlaub geht es erst im August 😉 

Welche Bücher würdet ihr mitnehmen und geht es für euch dieses Jahr noch in den Urlaub?

Allen Urlaubern wünsche ich ganz viel Erholung und Spaß, egal ob daheim oder am Meer / in den Bergen etc. 

Die Weltreisechallenge – Juliaufgaben

Hallo zusammen,

im nächsten Monat reisen wir zusammen ins Land der Elche – nach Schweden.

Lies ein Buch:

…mit einem blau-gelben Cover
…mit einem Königshaus
…mit einer Band (alternativ Musiker)
…das in einem Ferienhaus / im Urlaub spielt
…mit einem starken Mädchen/Frau (egal ob charakterlich oder körperlich)
 

Denkt bitte auch an unsere Facebookgruppe bei der ihr euch austauschen könnt. =)

„Libellen im Kopf“ von Gavin Extence [Rezension]


Preis:  17,99€ (Hardcover) / 15,99 € (eBook)
Seitenanzahl:  352
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: 14. November 2016
Verlag: L!mes
ISBN: 978-3-8090-2634-1

Zur Leseprobe
Jetzt als Hardcover kaufen
Jetzt als e-Book kaufen

Klappentext


Das Leben hat seine Höhen und Tiefen. Die Kunst ist es, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Alles begann, wie es manchmal eben so ist, mit einem toten Mann. Er war ein Nachbar – niemand, den Abby gut kannte, dennoch: Einen Verstorbenen zu finden, wenn man sich nur gerade eine Dose Tomaten fürs Abendessen ausleihen möchte, ist doch ein bisschen schockierend. Oder sollte es jedenfalls sein. Zu ihrem eigenen Erstaunen ist Abby von dem Ereignis zunächst seltsam ungerührt, aber nach diesem Mittwochabend gerät das fragile Gleichgewicht ihres Lebens immer mehr ins Wanken, und Abby scheint nichts dagegen unternehmen zu können …

(© https://www.randomhouse.de)


   

Eigene Meinung

Gavin Extences erster Roman „Das unerhörte Leben des Alex Woods“ hat in mir damals eine Achterbahn der Gefühle ausgelöst. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Somit ist es nur logisch, dass ich auch seinen zweiten Roman „Libellen im Kopf“ unbedingt haben musste. Wie ich es erwartet habe, wurde ich auch dieses Mal nicht enttäuscht.

In „Libellen im Kopf“ beschreibt der Autor dieses Mal das Leben mit einer bipolaren Störung. Hierzu sollte man wissen, dass der Autor ebenfalls unter einer solchen leidet und das Ganze dadurch nur noch intensiver wird.

Wir lernen Abby als „ganz normale“ junge Frau kennen. Doch dann findet sie ihren Nachbarn tot in seiner Wohnung, was ein Auslöser für ihre psychische Erkrankung zu sein scheint. Im Laufe der Geschichte erfährt man aber noch so einiges mehr über ihr Krankheitsbild.
Gavin Extence versteht es dem Leser auf einfühlsame und durchaus auch humorvolle Weise zu vermitteln, wie es Menschen mit einer bipolaren Störung geht und was genau es damit überhaupt auf sich hat.

Abby ist für mich eine sehr starke und tolle Protagonistin. Dadurch, dass der Autor sie sehr detailreich „gezeichnet“ hat und durch die Ich-Form fühlt man dieses Buch regelrecht.
Ich habe sie sehr gerne auf ihrem Weg begleitet und bin mit ihr durch viele Höhen und Tiefen gegangen.

Zum Inhalt möchte ich nichts weiter verraten, denn der kleinste Spoiler könnte hier die Lesefreude trüben. Man muss die Geschichte einfach selber erleben und sich darauf einlassen.

Die Schreibweise von Gavin Extence ist gewöhnt mitreißend und atemberaubend. Er versteht es seine Leser zu fesseln und ihnen bestimmte Themen näher zu bringen.

Das Cover ist ähnlich wie das von „Das unerhörte Leben des Alex Woods“ und braucht gar nicht mehr an Aufmachung. Das Durcheinander der aufgepeitschten See trifft es schon ziemlich gut.

Fazit


Wieder einmal ein gelungener Roman von Gavin Extence, welcher diesmal auch biografische Inhalte enthält. Mich hat es sehr mitgerissen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Es ist wundervoll und aufwühlend zugleich.

Empfehlung

Wer nach einem Roman, mit einem ernsterem Thema sucht, der liegt bei „Libellen im Kopf“ richtig.
 

Bewertung

Gemeinsam lesen

Wer mehr zu der Aktion wissen möchte, der klickt bitte hier.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Seit gestern lese ich „Stormheard – Die Rebellin“ und werde heute auf Seite 64 weiterlesen.


Klappentext:


Blicke dem Sturm in die Seele und finde dein Herz! Von der jungen Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. Was keiner weiß: Noch hat Aurora diese Fähigkeiten nicht. Um ihr Geheimnis zu wahren, scheint eine arrangierte Heirat der einzige Ausweg. Doch bevor es dazu kommt, flieht sie aus dem Palast und schließt sich einer Gruppe von Sturmjägern an. Während sie eine ganz besondere Verbindung zu Stürmen findet, läuft sie Gefahr, ihr Herz zu verlieren.
Ein opulenter Auftakt zur Stormheart-Trilogie mit einem spannenden Kampf gegen Naturgewalten!

 

(c) http://www.oetinger.de/

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Aurora hatte nicht gewusst, dass ein Arm so sehr bluten konnte.“
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich bin positiv überrascht, wie sehr mich dieses Buch schon nach den ersten paar Seiten gepackt hat. Ich hatte im Vorfeld ein paar Ängste, dass es vielleicht trotz der schönen Aufmachung nicht meins sein könnte, weil ich mich (aus welchen Gründen auch immer) doch immer etwas schwer tue, mich auf neue Fantasyideen einzulassen. Und Stürmen ihre Herzen zu klauen… DAS ist auf jeden Fall eine neue Idee für mich.

4. Empfehle uns das Buch, das deiner Meinung nach jeder gelesen haben sollte (nur eins!) (Frage von Yvonne)

Das ist eine wirklich nicht ganz so leicht zu beantwortende Frage. Ich kenne mehrere Bücher, die meiner Meinung nach gelesen werden sollten. Aber wenn ich mich für eines entscheiden soll: 

Stolz und Vorurteil von Jane Austen.  

Lest das Buch! Ehrlich. Und vergesst Kira Knightley und Matthew Macfadyen als Elizabeth und Mr.Darcy. Der Film mit den beiden von 2005 ist nett – ja. Aber das ist wie ein Burger beim Restaurant zu den zwei goldenen Bögen. Nichts anderes als Fastfood.

Wenn ihr schon unbedingt lieber schauen als lesen wollt, dann guckt euch die BBC Fassung an mit Jennifer Ehle als Elizabeth Bennet und Colin Firth als Mr. Darcy. 

Un-be-dingt! 
  

Welches Buch würdet ihr mir (und damit auch anderen) unbedingt empfehlen?

Buchfresserchens Montagsfrage


Rezensionen gemäß Rezi-Kodex

Heute gibt es wieder eine Montagsfrage 🙂
Mehr Infos bekommt ihr bei  Buchfresserchen 

Absolut!

Eine Buchfreundin von mir ist vollkommen verliebt in die Rhapsody-Reihe von Elizabeth Haydon.  Sie hat sie mir schon vor Jahren wärmstens ans Herz gelegt, und seit Jahren steht der erste Band im Regal. Ungelesen.

Der Grund dafür: Sie hat in einem unbedachten Moment in einem Nebensatz erwähnt, dass die ersten hundert Seiten ein bisschen zäh sein k ö n n t e n.

Dieses „könnten“ hält mich also seit Jahren erfolgreich davon ab, endlich mal einen Versuch zu wagen. Dabei ist dieses Buch nicht mal besonders unaufdringlich. Es flüstert mich immer wieder an, es doch einmal mit ihm zu versuchen.

Wie ist es bei euch? Kennt ihr auch dieses Gefühl?

Ich nehme mir jetzt also (ein weiteres Mal) vor, Rhapsody in naher Zukunft eine Chance zu geben. Ganz ehrlich! 

In diesem Sinne wünsche ich euch eine tolle Lesewoche

„Rosenküsse – Ameliy Reyns“ [Rezension]

Rosenküsse von [Reyns, Amelia]


Preis:  2,99 € (eBook)
Seitenanzahl:  184
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: 25. Mai 2017
Verlag: Amazon-Publishing
ISBN: B071VLV66F

Zur Leseprobe
Jetzt als e-Book kaufen

Klappentext


Als der unverschämt gut aussehende Biker Dex in Olivias Laden Süße Sünden auftaucht und ihr erklärt, dass sie verschwinden oder Schutzgeld zahlen muss, erlebt er eine Überraschung der anderen Art. Denn mit der Kratzbürstigkeit der hübschen Zuckerbäckerin hatte Dex so gar nicht gerechnet. Als wäre dies nicht schon genug, laufen sie sich auch immer häufiger über den Weg und der sonst so harte Biker bekommt Olivia einfach nicht mehr aus dem Kopf. Da hilft nur eins: Die prüde Schönheit mit dem frechen Mundwerk verführen, um sie so, ein für alle Mal, aus dem Kopf zu bekommen. Dumm nur, dass sich dies viel schwerer gestaltet, als gedacht … Humorvolle Liebesgeschichte mit wenigen expliziten Szenen, einer Extraportion Herz und vielen süßen Sünden.

(© https://www.amazon.de)

Inhalt

Süße Sünden – der Mittelpunkt in Olivias Leben. In ihrem gleichnamigen Laden stellt sie eben diese her: Pralinen, Windbeutel und jede erdenkliche Art an Zuckerbäckereien die man sich vorstellen kann. Dabei geht Olivia nicht nur bekannte Wege sonder lässt immer wieder ihrer Kreativität freien Lauf und erdenkt somit die tollsten Leckereien um ihre Kundschaft immer wieder aufs Neue zu überraschen. Jedenfalls ist das ihr Plan. Durchkreuzt wird dieser, als eines Tages der Biker Dex in ihrem Laden aufkreuzt und sie kurz und bündig darüber ins Bild setzt, dass sie entweder den Laden zu räumen oder aber Schutzgeld an seine Adresse zu zahlen hat. Olivia ihrerseits sieht weder die eine noch die andere Alternative als Notwendigkeit an. Unverblümt setzt sie Dex davon in Kenntnis das er sich für seine Machtspielchen jemand Anderen suchen muss, denn wenn ihr etwas nicht liegt, dann ist es klein beigeben… 

   

Eigene Meinung

Auf „Rosenküsse“ wurde ich in erster Linie durch das Cover aufmerksam. Nicht so sehr, weil es so furchtbar romantisch ist, das Motorrad hat mich angesprochen! Dazu das Setting mit einem Motorradclub und das eBook war schneller auf dem Reader als ich „gekauft“ sagen konnte. 

Mit dem Auftauchen von Dex (den viele Leser sicherlich schon aus „Ain’t All Silver“ kennen) war ich dann gefangen. Ich habe mit diesem Buch Dex erst kennengelernt und kann nicht auf eventuelle Sympathien oder Antipathien aus dem anderen Buch zurück greifen. Das tut meines Erachtens nach aber dem Ganzen auch keinen Abbruch, denn Dex ist jemand der sehr präsent ist.

Mit Olivia hingegen hatte ich doch so meine kleineren Probleme. Ich mag Charaktere die ihren eigenen Kopf haben und den hat sie ganz sicher. Zu Beginn leider vermehrt auf Krawall gebürstet, macht sich auch schnell ihre Naivität bemerkbar, mit der sie sich im laufe der Handlung noch einen nicht zu verachtenden Stolperstein in den Weg legt. Glücklicherweise ist dann ja aber auch Dex zur Stelle um diesen aus der Spur zu räumen.

Im Verlauf der Geschichte wird deutlich, dass Biker nicht gleich Biker sind. Vorurteile gibt es ja genug – alle Biker sind Drogendealer, Schläger, Zuhälter,… im Zweifel vereinen sie einfach alles in einer Person. Das ist auch zuerst einmal Olivias Haltung Dex gegenüber. Dieser hat ordentlich Überzeugungsarbeit zu leisten, bis es ihm gelingt ihr näher zu bringen, dass sich ein Blick hinter die Fassade durchaus lohnen kann.

Alles in allem ist der Autorin ein wirklich unterhaltsames Buch mit einem nicht ganz alltäglichen Setting gelungen, das mir sehr viel Lesespaß gebracht hat. Mir persönlich wäre es zwar lieber gewesen, wenn Dex und Olivia ihre Schlafzimmertür geschlossen gehalten hätten, aber das sehen Andere sicherlich anders. Ich bin kein großer Freund expliziter Szenen, ich denke ein bisschen Privatsphäre haben auch die Charaktere in Büchern verdient. Daher finde ich es lobenswert, dass ich nicht seitenweise und über ganze Kapitel hinweg in diversen Spielarten der Liebe unterwiesen wurde, wie es viele andere Autoren so gerne praktizieren.

Das Ende an sich hat mich jetzt nicht wahnsinnig überrascht. Ein weiterer Blick hinter Dex Fassade, welcher ein weiteres Mal dazu aufruft, Menschen nicht zu schnell in eine Schublade zu stecken und nur nach Äußerlichkeiten zu beurteilen.

Fazit


Kein neu erfundenes Rad, aber solide Unterhaltung mit wirklich interessanten Charakteren. Einzig die expliziten Szenen, die mir persönlich – wie bereits oben erwähnt – nicht so gut gefallen und das Ende, das mir im Verhältnis zu weichgespült ist, begründen den minimalen Punktabzug.

Empfehlung

Wer Liebesromane mag, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Fans der Ain’t all Silver- Reihe dürfen sich auf ein Wiedersehen mit einem wirklich tollen Charakter freuen und all jene, die noch nie etwas von Amelia Raynes gelesen haben (so wie ich) sollten sich nicht scheuen es mit diesem Roman zu versuchen.  

Bewertung  

„Zauberküsse – Jana Voosen“ [Rezension]


Preis:  6,99 € (eBook)
Seitenanzahl:  320
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: 02. Juli 2007
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453580374

Zur Leseprobe
Jetzt als e-Book kaufen

Klappentext


Liebestrank mit Nebenwirkungen?

Die einunddreißigjährige Luzie fällt aus allen Wolken. Ihr neuer Freund Gregor ist nicht ganz so single, wie er vorgegeben hat. Aus dem Liebeshimmel verbannt, heckt Luzie kleine Rachepläne aus. Und da ist ihr jede Hilfe recht, sogar die von der geheimnisvollen Thekla, die von sich behauptet, zaubern zu können. Schaden kann ein bisschen Aberglauben ja nicht, oder doch?

(© https://www.heyne.de)

 

Eigene Meinung

Seit vier Wochen ist Luzie ihrem neuen Freund Gregor glücklich. Er trägt sie auf Händen, ist zärtlich, einfühlsam und humorvoll – kurz: Gregor ist schlechthin Luzies Traummann. Doch dann sagt Gregor einen Satz, der Luzies Traum von einem gemeinsamen Leben mit ihm ins emotionale Aus kickt: „Ich bin verheiratet.“

Luzie ist geschockt und kann es gar nicht fassen. Alles war so schön – viel zu schön um wahr zu sein, wie ihr nun aufgeht. Es fallen ihr Kleinigkeiten ein, die sie bis jetzt nicht wahrgenommen hat, aber nun fügt sich alles zu einem großen katastrophalen Ganzen. Plötzlich versteht sie, wieso sie nur von seinem schicken Haus im Vorort gehört hat, er sie aber noch nie dorthin mitgenommen hat, wieso er ihr nie eines seiner Werke gezeigt hat, denn Gregor ist Künstler und selbstredend ein ziemlich guter. Oder etwa nicht?

Die Gefühlsachterbahn nimmt an Fahrt auf und nach dem Hochgefühl der vergangenen Wochen geht es nun rasant Bergab. Sinnt Luzie in dem einen Moment noch nach Rache, ist sie in dem nächsten schon wieder dabei, sich auszumalen, wie schön es mit Gregor werden wird, wenn er sich endlich von Anna trennt. Doch der lässt sich mit der Trennung von Frau, Tisch und Bett Zeit.

In der Zwischenzeit versucht Loretta, Luzies beste Freundin, sie wieder zurück ins Leben zu holen. Doch der geplante Rummelbesuch endet anders, als Loretta es sich vorgestellt hat: Luzie entdeckt den Wohnwagen einer Wahrsagerin, die praktischerweise auch noch eine Hexe ist. Und da alles andere bis jetzt nicht geklappt hat, ist Luzie bereit, es mit Zauberei zu versuchen…

Einfühlsam und Humorvoll ist der Stil von Jana Voosen, der einen dieses Buch voller Begeisterung von der ersten bis zur letzten Seite verschlingen lässt. Selbst hartgesottenden „Frauenromanchen-Gegnern“ wird es schwer fallen, es nicht zu Ende zu lesen. Witz und Charme der Autorin machen es möglich, sich ganz in dem Geschehen zu verlieren.

Luzie ist eine ganz normale Frau, die ihr Leben eigentlich recht gut im Griff hat. Das macht sie von der ersten Seite an sympathisch. Das man sich in einen Mann verliebt, der nicht das ist, was er vorgibt, ist ja auch schon ganz anderen Leuten passiert. Und auch Loretta, ihre beste Freundin, Thekla, die Hexe, und Michael Lange, der Polizist der Luzie immer wieder aus den dümmsten Situationen hilft, sind Figuren, die dieses Buch mit ihren Persönlichkeiten beleben.

Am Ende der Geschichte fühlt man sich als Leser wunderbar verzaubert.

Fazit


„Zauberküsse“ war mein erster, aber ganz sicher nicht mein letzter Roman von Jana Voosen.

Empfehlung

Wer Liebesromane und einen etwas schrägen Humor mag, über Übertreibungen als Stilmittel hinweg sehen kann und bereit ist, sich verzaubern zu lassen, für den ist dieses Buch ganz sicher etwas.

Bewertung  

1 2 3 4 5 65