„Gemina – Illuminae-Akten 2“ von Amie Kaufmann & Jay Kristoff [Rezension]

 

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Preis:  19,95 € (Hardcover) / 16,99 € (eBook)
Seitenanzahl Print:  672
Reihe: Band 2 von 3
Erscheinungsdatum: 21. September 2018
ISBN: 978-3-423-76232-8
Verlag: dtv
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Klappentext

 

Hanna ist die verwöhnte Tochter des Kommandanten der Sprungstation Heimdall, Nik der zweifelnde Sohn des Mafia-Clans. Beide hadern mit dem Leben an Bord der langweiligsten Raumstation des Alls, bis eine feindliche Kampfeinheit die Station angreift, nach und nach die Bewohner der Station dezimiert, während ein Funktionsausfall des Wurmlochs das Raum-Zeit-Kontinuum zu zerfetzen droht. Hanna und Nik kämpfen nun nicht mehr nur um das eigene Überleben und ihre neu gefundene Liebe – das Schicksal der Heimdall und wahrscheinlich das des gesamten Universums liegt in ihren Händen. Aber keine Panik. Sie schaffen das. Hoffen sie jedenfalls.

(© https://www.dtv.de)

Eigene Meinung

 

Da ich von “Illuminae” sehr begeistert war, konnte ich es kaum erwarten bis mit “Gemina” endlich Teil 2 der Reihe auf Deutsch erscheint. Dieser ist mir freundlicher Weise vom dtv-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt worden.

Der Aufbau des Buches besteht, wie schon bei “Illuminae”, nur aus Akten wie Gesprächsprotokollen, Videomitschriften, Tagebucheinträgen und ähnlichem. Dadurch hat man viel Abwechslung beim lesen und bekommt einblicke in die Verschiedensten Vorgänge an Bord und was alles so parallel abläuft, wer in welche Falle läuft ect. Oft genug saß ich einfach da und dachte “Nein, tu das nicht”. Allerdings wurde ich auch desöfteren an der Nase herumgeführt und das Blatt wendete sich schneller als ich schauen konnte.
Und genau sowas macht mir Spaß beim lesen, wenn ich nicht vorhersehen kann was passiert und öfter überrascht werde und es trotzdem alles logisch bleibt. So ist es bei dieser Reihe und daher mag ich sie auch so sehr.

Ursprünglich dachte ich, dass es sich bei Gemina um eine komplett Autarke Geschichte handelt, da es um zwei ganz andere Personen geht. Allerdings greift die Handlung von “Illuminae” schon in die von “Gemina” über, daher sollte man unbedingt vorher “Illuminae” lesen. Theoretisch könnte man zwar beide Bücher unanhängig lesen, aber man würde gewissen Zusammenhänge nicht verstehen und zudem würde man sich für “Illuminae” spoilern.

In “Gemina” lernen wir Hanna Donelly, die Tochter des Kommandanten der Sprungstation Heimdall, und Nik Malikow, einen Kleinkriminellen, kennen. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein, sie das reiche It-Girl und er der Drogendealer, welcher ihren Spaß in den Händen hält.
Hanna war mir am Anfang ziemlich suspekt, was aber auch daran liegt, dass ich im normalen Leben so verzogene Gören nicht mag. Allerdings hat sie mein Bild von ihr im Laufe des Buches um 180 Grad gedreht und ich war einfach nur noch beeindruckt, habe gehofft, gebangt und das Buch wütend zugeschlagen, wenn etwas schiefging.

Nik hingegen hatte ich direkt ins Herz geschlossen, obwohl ich nicht mal sagen kann woran genau das lag. Bei ihm war ich eher von seiner weichen Seite beeindruckt und gleichzeitig erschüttert von seiner Vergangenheit. Seine Passagen und die mit seiner Cousine haben mir persönlich am meisten Spaß gemacht. Aber auch hier habe ich eine Achterbahn der Gefühle durchlebt, wie selten bei einem Buch.

Auch zig Nebencharaktere spielen teils eine größere und weitestgehend ziemlich undurchsichtige Rolle, sodass man sich in manchen Menschen richtig täuscht. Jeder einzelne ist sehr gut ausgearbeitet und bringt, egal wie klein die Rolle ist, seinen ganz eigenen Charakter mit.

Mir persönlich kommt “Gemina” allerdings brutaler vor, als es “Illuminae” war. Dies liegt allerdings überwiegend an der Grundidee der Geschichte, denn wenn sie nicht so wäre wie die Geschichte nun einmal ist, dann wäre sie doch recht unglaubwürdig. Wer das Buch liest, der wird wissen was ich meine.
Womit ich allerdings in keine Weise gerechnet habe, ist der Cliffhanger am Ende des Buches. Er ist nicht besonders groß, aber ich war schon etwas sprachlos, als es zu Ende war und ich noch so viele Fragen hatte, die nun bis Teil 3 warten müssen.

Wie eingangs schon erwähnt, ist der Schreibstil durch die vielen Akten sehr außergewöhnlich und manchmal auch anstrengend, aber es ist sehr abwechslungsreich und mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht. Am wenigsten habe ich tatsächlich die Videoprotokolle gemocht, obwohl man hier viel von Außenstehenden Dritten erfährt was gerade an Bord passiert, ohne jede Gefühlswelt der Protagonisten.

Vom Cover unterscheidet es sich nur in der Farbe von “Illuminae”, ansonsten ist dieses Buch genauso außergewöhnlich gestaltet wie der Vorgänger.

Fazit

 

Ein toller zweiter Band, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Zwar zieht die Gewalt etwas an, aber es lässt sich durchaus gut lesen. Ein wenig sollte man sich vielleicht für Raumschiffe interessieren, ist aber kein Muss. Ich freue mich wahnsinnig auf Teil drei, welcher dann vermutlich 2019 erscheinen wird.

Empfehlung

 

Für Leser die das Außergewöhnliche suchen, ist die Illuminae-Reihe genau das richtige. Allerdings sollte man, meiner Meinung nach, unbedingt mit Illuminae anfangen, auch wenn die Protagonisten andere sind.
Ganz klar 5 von 5 Lupen!

Bewertung

 

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