„Illuminae“ von Amie Kaufman & Jay Kristoff [Rezension]

 

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Preis:  19,95 € (Hardcover) / 16,99 € (eBook)
Seitenanzahl Print:  608
Reihe: Band 1 von 3
Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2017
ISBN: 978-3-423-76183-3
Verlag: dtv
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Klappentext

 

Heute Morgen noch dachte Kady, das Schlimmste, was ihr bevorsteht, ist die Trennung von ihrem Freund Ezra. Am Nachmittag dann wird ihr Planet angegriffen. Kady und Ezra verlieren sich bei der Flucht und gelangen auf unterschiedliche Raumschiffe. Doch die Fliehenden werden immer noch von dem feindlichen Kampfschiff verfolgt. Und damit nicht genug: Ein Virus, freigesetzt bei dem Angriff mit biochemischen Waffen, mutiert mit grauenhaften Folgen. Und dann ist da noch AIDAN, die Künstliche Intelligenz der Flotte, die von Raumtemperatur über Antrieb bis Nuklearwaffen alles an Bord steuert. Leider nur ist AIDAN bei dem Angriff außer Kontrolle geraten und übernimmt nun das Kommando.

(© https://www.dtv.de)

Eigene Meinung

 

Eigentlich bin ich nicht so der Freund von Science Fiction, aber bei “Illuminae” muss man da einfach eine Ausnahme machen.
Der Name ist bei diesem Buch Programm, denn “Die Illuminae-Akten” besteht wirklich rein aus Akten. Teilweise sind es Chatverläufe, teilweise niederschriften von Videomaterial, aufgezeichnete Sprachnachrichten etc, jeweils aber auch so aufgemacht, dass es wirklich aussieht wie eine Akte, ein Schriftstück, eine Mail, etc.
Dadurch hat man beim lesen auch sehr viel Abwechslung, da es immer wieder andere Schriftstücke sind, teilweise mit anderen Personen, die nicht die Protagonisten sind, aber trotzdem mit dem Verlauf der Geschichte etwas zu tun haben. Zugegebenermaßen ist es da manchmal nicht ganz so leicht den Überblick zu behalten wer wer ist, aber im Prinzip erschließt sich das immer wieder aus den einzelnen Dokumenten.
Die Protagonisten Kady und Ezra waren mir beiden von Anfang an sehr sympathisch, wobei Kady mir etwas mehr ans Herz gewachsen ist als Ezra, was aber auch daran liegen könnte, dass man von Kady etwas mehr erfährt und ggf. auch an anderen Dingen, die hier jetzt aber spoilern würden 😉
Bei beiden trifft die Aussage “Harte Schale – weicher Kern” sehr gut zu, den beide haben ihre Seiten, die sie vor dem anderen nicht so zeigen wollen. Bei Kady ist es ihre Verletzlichkeit und ihre Gefühle, bei Ezra ist es vor allem die Angst. Als Leser erfährt man hier doch mehr, als beide zeigen wollen, überwiegend aus anderen Protokollen, bei denen die beiden nicht miteinander kommunizieren.

Die Story nimmt im Laufe der Zeit sehr an Fahrt auf und die Seiten fliegen nur noch so dahin und man muss wissen wie es weitergeht. Auf der Klappe steht so schön “…und inständig hoffst, dass deine Lieblingsfiguren überleben. (Beth Revis)” und das stimmt haargenau. Dieses Bangen mit jeder Seite hat mich fast um den Verstand gebracht und ich gebe es zu, das ein oder andere Tränchen musste ich mir schön verdrücken. Ob aus Freude oder aus Trauer, das müsst ihr selber herausfinden.

Von der Thematik bleibt eigentlich kein Wunsch offen, denn es gibt nahezu alles, eine Lovestory, Dramatik, Intrigen, Computer die ein Eigenleben führen, Zombies, Weltraumgefechte, einfach nahezu alles was das Leserherz begehrt.

Zum Schreibstil kann man so kaum etwas sagen, da es sehr unterschiedlich ist. Mal ist es sehr angenehm geschrieben, mal ist es relativ anstrengend, da Passagen in Berichten durchgestrichen sind und durch andere ersetzt sind (was aber dem Bericht nachempfunden ist).
Lustig fand ich, dass sämtliche Schimpfwörter geschwärzt sind und es dem Leser überlasse ist sich da welche einzusetzen. Ich würde gerne mal wissen was andere da eingesetzt haben. Würde bestimmt interessant werden.

Anfangs habe ich auf dem Cover nur orangene Farben gesehen, im Nachhinein ist mir aber klar geworden, dass es sich dabei um Flammen / Wolken einer Explosion handelt, was wiederum gut zum Buch passt.
Der Schutzumschlag ist bis auf diese Wolken und den Titel nahezu durchsichtig, auf dem eigentlichen Einband sind nochmal Auszüge aus diversen Akten abgedruckt, was schon einen kleinen Einblick in das Buch gewährt.

Fazit

 

Ein tolles Buch welches man sich zumindest mal anschauen sollte. Die Aufmachung mit den Akten ist zuerst gewöhnungsbedürftig, aber es liest sich sehr gut und vor allem Abwechslungsreich. Spannend bis zur letzten Seite, ich konnte es gegen Ende immer schwerer aus der Hand legen, weil ich doch wissen musste was passieren wird und wer letztendlich wirklich überlebt.
Ich vergebe hier volle 5 von 5 Lupen und freue mich auf die Fortsetzung, die sich aber um andere Protagonisten drehen wird.

Empfehlung

 

Hier eine Empfehlung auszusprechen ist recht schwer, aber wer Lust hat mal etwas Neues auszuprobieren und dabei auf eine gute Ladung Spannung und auch ein wenig Liebe nicht verzichten mag, der sollte sich “Illuminae” mal genauer anschauen

 

Bewertung

 

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